Neue Sachlichkeit

    Aus WISSEN-digital.de


    auch: magischer Realismus;

    Richtung in der deutschen Kunst der 1920er Jahre, welche als Reaktion auf den Expressionismus eine gegenständliche Darstellungsweise pflegte. Der 1923 geprägte Begriff geht auf G.F. Hartlaub, den Direktor der Mannheimer Kunsthalle, zurück.


    Zur Neuen Sachlichkeit zählen verschiedene Strömungen: Eine vom Surrealismus und von der Pittura metafisica Chiricos beeinflusste Richtung suchte magische Hintergründigkeit, wie die Vertreter der Münchner Gruppe (G. Schrimpf, A. Kanoldt, Mense); eine andere betrachtete mit gesteigertem Realismus die Welt, oft mit scharfer Zeitkritik wie der von Dada herkommende G. Grosz und O. Dix.

    Der Neuen Sachlichkeit zuzurechnen sind auch R. Schlichter und, mit einem Teil ihres Werks, Hofer, Radziwill, Meidner, Beckmann.

    Auch in der deutschen Literatur der 1920er Jahre gibt es vergleichbare Tendenzen; im Drama dominieren Zeit- und Lehrstücke (C. Zuckmayer, Ö. von Horváth), für die Prosa kennzeichnend ist der Gegenwartsroman mit nüchterner, illusionsloser Schilderung der politischen und sozialen Gegebenheiten (A. Döblin, H. Fallada, E. Kästner). Zur Neuen Sachlichkeit zählt auch die Gebrauchslyrik von B. Brecht, E. Kästner, J. Ringelnatz und W. Mehring.


    Afrika - der schwarze Kontinent

    Afrika galt lange Zeit als eine Metapher für unerforschte und geheimnisvolle Welten. Wie sieht es bei Ihnen aus: Kennen Sie Afrika?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 19. April

    1521 Kaiser Karl V. verhängt über Martin Luther die Reichsacht.
    1941 Bertolt Brechts "Mutter Courage" wird im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Die von Helene Weigel verkörperte Protagonistin verliert im Dreißigjährigen Krieg alle ihre Kinder. Brecht will mit seinem Stück die Verzahnung von Kapitalismus und Krieg zeigen.
    1977 Zum Entsetzen seiner Fans wechselt Franz Beckenbauer in den amerikanischen Fußballverein Cosmos. Der Dreijahresvertrag ist auf ca. sieben Millionen DM festgesetzt.