Exilliteratur

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    Bezeichnung für während eines Exils entstandene literarische Produkte. Exilliteratur gibt es schon seit frühesten Zeiten, da staatliche Unterdrückung, Zensur, Schreibverbot oder Verbannung Schriftsteller häufig zur Emigration zwangen (zum Beispiel Ovid, Dante). Ein großer Teil der Werke Georg Büchners oder Heinrich Heines entstand im Exil.

    Heute wird mit dem Begriff hauptsächlich die literarische Produktion deutscher und anderer Schriftsteller bezeichnet, die während der Herrschaft des Nationalsozialismus im Exil leben mussten. So entstanden überall in der Welt, vor allem in den USA, Emigrantenverlage, -zeitungen und -zeitschriften. Die deutsche Literatur, die sich in Deutschland selbst in dieser Zeit kaum entfalten konnte, konnte durch die Exilliteratur den Anschluss an die Weltliteratur behalten.

    Kalenderblatt - 23. April

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    1990 Karl-Marx-Stadt erhält wieder den Namen Chemnitz. Anlass dazu gab eine Bürgerbefragung, bei der 76 % der Einwohner dafür stimmten.
    1998 Internationale Fluggesellschaften dürfen künftig Nordkorea überfliegen.