Mittelalter (Literatur)

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    Erstes Zeugnis deutscher Literatur im frühen Mittelalter (750-900) ist die germanische Dichtung, die in althochdeutscher Sprache geschrieben wurde (Merseburger Zaubersprüche, Hildebrandslied).

    Die Christianisierung des Karolingerreiches unter Karl dem Großen im 9. Jh. führte zu einer Verdrängung der heidnischen durch die kirchliche Literatur. Die Klöster des Reiches galten als Zentren der Literaturproduktion in ausschließlich lateinischer Sprache (Wessobrunner Gebet, Heliand-Dichtung). Erst in der salischen Epoche (1050-1150) tauchten wieder erste Werke in deutscher Sprache auf (Ezzolied, Alexanderlied).

    Das Hochmittelalter (1150-1250) gilt als die Blütezeit der höfischen Kultur und Literatur. Es entstanden höfische Epen (Hartmann von der Aue, Wolfram von Eschenbach) und daneben Heldenepen (Nibelungenlied). In der Lyrik bildete sich der Minnesang aus. Im späten Mittelalter (1250-1500) entwickelte sich der bürgerlich geprägte Meistersang. Das Entstehen einer dichterischen Prosa und, im Bereich des Dramas, die Herausbildung von Fastnachtsspielen zählen zu den herausragenden Verdiensten dieser Epoche.

    Kalenderblatt - 23. April

    1980 Im so genannten zweiten Kohle-Strom-Vertrag verpflichten sich die deutschen Stromversorger zur Abnahme der heimischen Steinkohle. Ziel der Vereinbarung ist neben dem Verzicht auf überflüssige Importe die Sicherung von 100 000 Arbeitsplätzen.
    1990 Karl-Marx-Stadt erhält wieder den Namen Chemnitz. Anlass dazu gab eine Bürgerbefragung, bei der 76 % der Einwohner dafür stimmten.
    1998 Internationale Fluggesellschaften dürfen künftig Nordkorea überfliegen.