Organische Chemie
Aus WISSEN-digital.de
Die organische Chemie als ein Bereich der wissenschaftlichen Chemie beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Erforschung von Kohlenstoffverbindungen (organische Stoffe).
Ausgenommen sind hier nur einfache Verbindungen wie zum Beispiel Kohlenstoffmonoxid und die abgeleiteten Verbindungen sowie Karbide und Metallkarbonyle. Neben Wasserstoff und Sauerstoff gehört Stickstoff zu den häufig in organischen Verbindungen vorkommenden Elementen. Seltener sind dagegen Schwefel und Phosphor sowie Halogene Bestandteile dieser Verbindungen.
Der Begriff organische Chemie wurde zu Beginn des 19. Jh. geprägt. Dahinter stand die Vermutung, dass bestimmte Stoffe nur in Lebewesen aufgebaut werden können, so dass man sie als organische Stoffe bezeichnete und sie den anorganischen Stoffen gegenüberstellte. Diese Begründung war allerdings nicht haltbar: 1828 gelang Friedrich Wöhler die Umwandlung von Ammoniumcyanat in Harnstoff, d.h. er stellte aus einem anorganischen Stoff einen organischen Stoff her. Die Unterscheidung wird auch heute noch praktiziert, obwohl sich anorganische und organische Chemie in vielen Bereichen berühren.
Organische Verbindungen werden nach verschiedenen Kriterien unterschieden. Zum Einen unterscheidet man zwischen zyklischen und azyklischen Verbindungen, zum Anderen bestimmt der Kohlenstoff-Wasserstoff-Grundkörper die Nomenklatur der Substanzen. Bestehen Verbindungen nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff, so werden sie als Kohlenwasserstoffe bezeichnet. Man unterscheidet zwischen Alkanen, Alkenen, Alkinen und Arenen. Von ihnen können die Namen anderer organischer Verbindungen abgeleitet werden. Zu den von den Kohlenwasserstoffen abgeleiteten Stoffen gehören unter anderem Alkohole, Aldehyde, Ether, Ketone, Karbonsäuren, Aminosäuren, Kohlenhydrate und Terpene.
Bei organische Verbindungen können verschiedene Phänomene auftreten, die Struktur und Eigenschaften der Stoffe beeinflussen, wie zum Beispiel die Isomerie, die Mesomerie, die Tautomerie und die Inversion.
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