Reichspräsident

    Aus WISSEN-digital.de

    direkt gewähltes Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches nach der Weimarer Verfassung mit weit reichenden Exekutivbefugnissen (siehe auch Weimarer Republik). Der Reichspräsident war oberster Befehlshaber der Reichswehr, ernannte und entließ den Reichskanzler, konnte den Reichstag auflösen sowie selbstständig einen Volksentscheid herbeiführen. Des Weiteren konnte er in Notzeiten unabhängig vom Parlament regieren durch die so genannten Notverordnungen (Art. 48 Abs. 2 der Weimarer Verfassung) und selbst Grundrechte suspendieren. Der Reichspräsident war verfassungsgemäß vom Volk auf sieben Jahre direkt zu wählen (Friedrich Ebert wurde allerdings von der Nationalversammlung gewählt). Nach dem Tod Hindenburgs, der von 1925 bis 1934 Reichspräsident war, übernahm Adolf Hitler im August 1934 als "Führer und Reichskanzler" auch die Funktion des Reichspräsidenten, die Exekutive war damit "gleichgeschaltet".

    KALENDERBLATT - 27. Juni

    1866 Die gewonnene Schlacht von Nachod stellt einen wichtigen Schritt zum Sieg der Preußen über Österreich dar.
    1905 An Bord des russischen Panzerkreuzers "Potemkin" bricht unter der Besatzung eine Meuterei aus. Die Mannschaft droht Odessa zu beschießen, falls sie zur Verantwortung gezogen werden sollte. Die Meuterei hat begonnen, nachdem der Kapitän einen Matrosen erschoss, der sich über verdorbene Suppe beschwerte.
    1947 In Paris findet die erste Marshallplan-Konferenz statt, die jedoch an der Sowjetunion scheitert.



    Film und Fernsehen

    Zehn aus fast 300 Fragen zu Film und Fernsehen warten auf Sie. Also: Füße hoch, Popcorn und los!
    Jetzt quizzen!