Reichspräsident

    Aus WISSEN-digital.de

    direkt gewähltes Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches nach der Weimarer Verfassung mit weit reichenden Exekutivbefugnissen (siehe auch Weimarer Republik). Der Reichspräsident war oberster Befehlshaber der Reichswehr, ernannte und entließ den Reichskanzler, konnte den Reichstag auflösen sowie selbstständig einen Volksentscheid herbeiführen. Des Weiteren konnte er in Notzeiten unabhängig vom Parlament regieren durch die so genannten Notverordnungen (Art. 48 Abs. 2 der Weimarer Verfassung) und selbst Grundrechte suspendieren. Der Reichspräsident war verfassungsgemäß vom Volk auf sieben Jahre direkt zu wählen (Friedrich Ebert wurde allerdings von der Nationalversammlung gewählt). Nach dem Tod Hindenburgs, der von 1925 bis 1934 Reichspräsident war, übernahm Adolf Hitler im August 1934 als "Führer und Reichskanzler" auch die Funktion des Reichspräsidenten, die Exekutive war damit "gleichgeschaltet".

    KALENDERBLATT - 29. Februar

    1880 Der Durchstich zum Gotthard-Tunnel wird vollzogen.
    1912 Durch den bulgarisch-serbischen Vertrag wird der Balkanblock gegründet, der zum Zünder zweier Balkankriege wird und zum Vorspiel des Ersten Weltkriegs.
    1952 Helgoland wird von der britischen Regierung wieder an die Bundesrepublik übergeben.



    Afrika - der schwarze Kontinent

    Afrika galt lange Zeit als eine Metapher für unerforschte und geheimnisvolle Welten. Wie sieht es bei Ihnen aus: Kennen Sie Afrika?
    Jetzt quizzen!