Wandmalerei

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    Nach dem Bildträger - Wandfläche bzw. Decke (Deckenmalerei) - benannte Gattung der Malerei.

    Je nach verwendetem Malmittel unterscheidet man das auf die trockene Wand gemalte Secco, das Fresko auf den feuchten Putz, das Sgraffito, bei dem in den feuchten Putz geritzt wird, und die Enkaustik (Wachsmalerei).

    Wandmalereien können Innen- oder Außenwände schmücken, ornamentalen Charakter haben oder als Bild gestaltet sein.


    Geschichte

    Die Anfänge der Wandmalerei sind bereits in der steinzeitlichen Höhlenmalerei zu suchen (Altamira). Die Wandmalereien in Catal Hüyük (6. Jt. v.Chr.), Mari (etwa 1900 v.Chr.) und Altägypten zählen zu den bedeutendsten und ältesten ihrer Art. Sie hoben die Wand als Begrenzung des Raumes hervor, in den die Wandmalerei inhaltlich und durch die Komposition einbezogen wurde (Grabkammern).

    Auch in der griechischen und römischen Antike waren Tempel, Paläste und Wohnhäuser mit Wandgemälden und ornamentalen Verzierungen geschmückt; davon hat sich jedoch nicht viel erhalten. Bedeutendstes Beispiel sind die Fresken in verschiedenen Wohnhäusern in Pompeji.

    Auch in der frühchristlichen Kunst spielten Wandmalereien eine bedeutende Rolle. Erhalten haben sich auch aus dieser Epoche nur die Malereien in den Katakomben.

    Die byzantinische Kunst bevorzugte das Mosaik.

    Aus der Zeit des frühen Mittelalters und der karolingischen Kunst haben sich nur äußerst wenige Wandmalereien erhalten. Größer ist der Denkmälerbestand aus romanischer Zeit, während in der Gotik die religiöse Wandmalerei durch die Glasmalerei zurückgedrängt wurde. Zahlreiche gotische Burgen, Schlösser und Rathäuser besitzen umfangreiche Wandgemälde mit Jagd- und Turnierszenen und Episoden aus dem höfischen Leben.

    Im Gegensatz zu Italien, wo die Wandmalerei auch in der Renaissance eine bedeutende Rolle spielte (Raffael, P. della Francesca, Mantegna), erhielt sie in den nördlichen Ländern erst im Barock wieder eine Bedeutung: Die illusionistische Deckenmalerei hielt in Kirchen und Palästen Einzug.

    Eine Wiederaufnahme alter Traditionen versuchten im 19. Jh. die Nazarener; eine gewisse Bedeutung behielt die Wandmalerei bis ins 20. Jh. im Bereich der Historienmalerei.

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