Nazarener

    Aus WISSEN-digital.de

    (hebräisch-griechisch)

    1. Beiname Christi.
    1. die ersten Christen; seit dem 2. Jh. eine streng jüdische Sekte; später gingen verschiedene christliche Sekten daraus hervor.
    1. Bezeichnung für eine Gruppe junger deutscher Künstler Anfang des 19. Jh.s, die sich als "Lukasbund" zusammentaten. Begründet wurde die Vereinigung 1809 von F. Overbeck und seinen Freunden Pforr, Vogel und Hottinger in Wien. 1810 zogen sie nach Rom und nahmen Wohnsitz im ehemaligen Kloster San Isidoro. 1811 gesellte sich Cornelius zu ihnen, dann W. Schadow, Schnorr von Carolsfeld und die Brüder Veit. Die Gruppe trat zum katholischen Glauben über und erhob den ursprünglichen Spottnamen "Nazarener" zum Ehrennamen. Ihr künstlerisches Vorbild waren v.a. die Frühwerke der italienischen Meister der Hochrenaissance: die Madonnen Peruginos, Raffaels u.a.

    Die künstlerische und religiöse Haltung der Nazarener fand zuerst ihren Ausdruck in der Ausschmückung der Casa Bartholdy in Rom mit Fresken (1816-17, heute Berlin, Staatliche Museen) und darauf im Freskenschmuck des Casino Massimo, Rom (seit 1819). Die Wirkung der Nazarener auf die Kunst war groß; sie blieb bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts bestehen und verbreitete sich in England und Frankreich; unter anderem waren die englischen Präraffaeliten von ihnen beeinflusst.

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