Deutscher Widerstand
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Inhaltsverzeichnis
Allgemeines
Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland organisierte sich nicht als einheitliche Bewegung, sondern war vielmehr auf einzelne Personen und Gruppen beschränkt, die Widerstand entsprechend ihren Organisationsstrukturen und Zielen ausübten. Das zentrale Anliegen des Widerstandes, den Sturz der nationalsozialistischen Diktatur, erreichten die deutschen Widerstandskämpfer nicht; erst den Alliierten gelang es durch ihren Sieg im Zweiten Weltkrieg das Hitler-Regime zu beseitigen.
Widerstand links gerichteter Gruppierungen
Nach der Machtergreifung bauten vor allem Kommunisten und Sozialdemokraten illegale Parteizellen auf, um sich für die Zeit nach dem, wie sie glaubten, unvermeidlich kommenden Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes zu rüsten. Ständig dezimiert durch Terror und Verfolgung und zeitweilig auch noch gelähmt durch den Hitler-Stalin-Pakt, kamen ihre Widerstandshandlungen über lokale Sabotageakte, Flugblattverteilungen, Schutzmaßnahmen bei Razzien usw. nicht hinaus. Viele Kommunisten gehörten der Widerstands- und Spionageorganisation Rote Kapelle an, die in engem Kontakt mit dem sowjetischen Geheimdienst stand und das Ausland über deutsche Kriegsvorbereitungen informierte. Die "Rote Kapelle" wurde 1942 zerschlagen.
Christlicher Widerstand
Trotz der inhaltlichen Gegensätze zwischen christlicher und nationalsozialistischer Weltanschauung bildeten die Kirchen keine breite Front gegen das Hitler-Regime. Sie reagierten als Institution vor allem, wenn sie direkt betroffen waren, etwa bei den Versuchen, eine Reichskirche zu gründen (siehe auch Deutsche Christen, Kirchenkampf) oder bei antikirchlichen Ausschreitungen der Hitlerjugend. Vor allem einzelne Geistliche und Theologen (z.B. Dietrich Bonhoeffer, Martin Niemöller) oder auch Gruppen (Bekennende Kirche) traten mutig gegen den Nationalsozialismus auf. Erfolgreich war der kirchliche Widerstand in der Bekämpfung des Euthanasieprogramms durch den Bischof von Münster Clemens August von Galen.
Konservativer Widerstand
Konservative Einzelpersönlichkeiten und Militärs schlossen sich 1938 gegen Hitlers Expansionspolitik zusammen, mussten jedoch ihre Staatsstreichpläne angesichts des Einlenkens der Westmächte (Appeasement-Politik) vorerst aufgeben. Auch die militärischen Anfangserfolge schwächten die Opposition gegen Hitler. Wehrmachtsoffiziere um den Oberst von Stauffenberg unternahmen am Zwanzigsten Juli 1944 noch einmal den Versuch eines Staatsstreichs, der scheiterte und viele der Widerstandskämpfer das Leben kostete sowie weit reichende Repressionsmaßnahmen auslöste.
Zum konservativ-bürgerlichen Lager zählen die Widerstandsgruppe um Carl Goerdeler sowie der Kreisauer Kreis, die auch Verbindungen zu den Attentätern des 20. Juli 1944 unterhielten. Die Weiße Rose mit den Geschwistern Scholl war eine studentische Widerstandsgruppe, die bis zur Verhaftung ihrer Mitglieder auf Flugblättern zum Widerstand aufrief.
Kalenderblatt - 11. September
| 1801 | Uraufführung von Friedrich Schillers romantischer Tragödie "Die Jungfrau von Orleans" in Leipzig. |
| 1894 | Anlässlich der Einweihung des Palazzo Publico wird die Nationalhymne San Marinos zum ersten Mal zur Aufführung gebracht. |
| 1901 | In der Bucht von Danzig treffen sich Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II. bei einer Flottenparade zu einer politischen Aussprache. |
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