Samenpflanzen

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    (Spermatophyta)

    auch: Blütenpflanzen;

    Die Samenpflanzen bilden die am höchsten entwickelte und mit über 240 000 Arten größte Abteilung aus dem Reich der Pflanzen.


    Allen Samenpflanzen gemeinsam ist der Aufbau aus Wurzel, Spross mit Achse und Blättern. Samenpflanzen vermehren sich geschlechtlich über männliche und weibliche Geschlechtszellen in den Blüten; aus den befruchteten weiblichen Geschlechtszellen entwickeln sich die Samen.

    Systematik

    Die Samenpflanzen werden unterteilt in Nacktsamer und Bedecktsamer.

    Die heute lebenden Formen der Nacktsamer (ca. 800 Arten) sind die Reste einer ehemals reichen entwickelten Pflanzengruppe, die sich von farnähnlichen Pflanzen herleitet, wobei als Übergangsformen die ausgestorbenen Samenfarne gelten. Ein "lebendes Fossil" ist der Ginkobaum, die einzige überlebende Art seiner Gattung. Er ist zweihäusig. Die wichtigsten heute noch lebenden Vertreter der Nacktsamer sind die Nadelhölzer (Koniferen). Bei den Nacktsamern liegen die Samenanlagen offen auf dem Fruchtblatt (nicht in einem Fruchtknoten); die Blüten sind eingeschlechtlich, ohne Blütenhülle, die Blütenstände meist in der Form von Zapfen. Die Blüten werden vom Wind bestäubt. Sie sind im Vergleich mit den Bedecktsamern die primitivere Art. Man unterteilt sie in gabel-, nadel- und fiederblättrige Nacktsamer.

    Bedecktsamer werden nach ihrer Zahl der Keimblätter in Einkeimblättrige und Zweikeimblättrige unterteilt, ihre Samenanlagen liegen geschlossen in einem Fruchtknoten, in dem sich die Samen zur Reife entwickeln. Die meisten Bedecktsamer sind Landpflanzen. Die Fortpflanzung erfolgt durch Bestäubung, d.h. die Übertragung von Pollen (männlichen Geschlechtszellen) auf die Narbe. Diese geschlechtliche Fortpflanzung ermöglicht die Neukombination der Erbanlagen und ermöglicht damit die Anpassung an veränderte Lebensbedingungen.

    Die Bestäubung kann durch den Wind oder durch Tiere erfolgen. Zu diesem Zweck haben viele Pflanzen Blüten entwickelt, die mit Farbe und Duft Insekten und Vögel anlocken. Wollen diese an den zuckerhaltigen Nektar gelangen, kommen sie mit dem Pollen in Berührung und tragen die Pollenkörner zur nächsten Blüte. Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich die Samen bzw. samenhaltige Früchte.

    Viele Pflanzen können sich auch ungeschlechtlich durch Ausläufer (z.B. Erdbeere) oder Ableger (z.B. Grünlilie) vermehren.

    Die zweikeimblättrigen Pflanzen werden in zahlreiche Unterklassen und Unterarten geteilt. Zu den so genannten Freikronblättrigen gehören die Rosengewächse (Apfel, Kirsche, Pfirsich), die Schmetterlingsblütler (Erbse, Sojabohne, Klee) und die Doldengewächse (Karotte, Kümmel).

    Das Hauptmerkmal der Verwachsenkronblättrigen ist die vom Grund als geschlossene Röhre emporwachsende Blüte. Zu dieser Unterklasse gehören die Nachtschattengewächse (Tabak, Kartoffel), die Lippenblütler (Salbei, Lavendel, Melisse, Rosmarin) und die Korbblütler (Löwenzahn, Aster, Edelweiß, Kornblume etc.).

    Im Samen der Einkeimblättrigen ist, wie der Name schon sagt, nur ein Keimblatt vorhanden, ihre Wurzeln sind Büschelwurzeln, die Blätter parallelnervig. Zu ihnen zählen die zahlreichen Gräser und Liliengewächse.

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