Theodor Storm

    Aus WISSEN-digital.de

    deutscher Schriftsteller; * 14. September 1817 in Husum, † 4. Juli 1888 in Hademarschen

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    Storm, Theodor; Porträt

    Storm studierte Jura und arbeitete ab 1843 als Rechtsanwalt in Husum. Während der dänischen Besetzung verließ er seine Heimat, lebte in Potsdam und Heiligenstadt, bis er 1864 wieder nach Holstein zurückkehrte. 1867 wurde er Amtsrichter und 1879 Amtsgerichtsrat.

    Als bedeutender Vertreter der Novellistik der Epoche des Realismus hatte er großen Einfluss auf die Novelle des 20. Jh.s. Storm schrieb unter anderem "Sommergeschichten und Lieder" (1851; darin "Der kleine Häwelmann" und "Immensee"), "Pole Poppenspäler" (1875), "Aquis submersus" (1877), "Die Söhne des Senators" (1881), "Zur Chronik von Grieshuus" (1884). Von Storms Lyrik ist vor allem das Gedicht "Die Stadt" bekannt, in dem Storm seine Heimatstadt Husum beschreibt. Die berühmteste Novelle Storms ist "Der Schimmelreiter" (1888).

    Viele Novellen Storms zeichnen sich durch ein komplexes Verhältnis von Rahmen- und Binnenerzählungen aus. Durch die Rahmenhandlung werden die Quellen der erzählten Gegenstände kenntlich gemacht und die Geschichten aus einer als subjektiv erkennbaren Perspektive dargeboten. Im "Schimmelreiter" finden sich sogar drei ineinander verschachtelte Rahmenerzählungen.

    Audio-Material
    Datei:Storm.mp3 Theodor Storm, Der Schimmelreiter (1850)

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