Roald Amundsen

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    norwegischer Polarforscher; * 16. Juli 1872 in Borge (Norwegen), † 18. Juni 1928 in Spitzbergen


    bezwang 1903-1906 auf der Suche nach der genauen Lage des magnetischen Nordpols die Nordwestpassage. Amundsen erreichte als erster Mensch am 14. Dezember 1911 den Südpol, ganze vier Wochen vor dem Engländer Robert Scott. Am 17. Dezember trat Amundsens Expedition den Rückweg an und erreichte nach 39 Tagen wieder die Küste. Auf dieser Heimreise entdeckte er ein bis zu 4500 m aufragendes Gebirge, die so genannte Königin-Maud-Kette. Über seine Reise zum Südpol schrieb Amundsen das Buch "Die Eroberung des Südpols", welches 1912 erschien.

    1918 durchfuhr Amundsen mit dem Schiff Maud die Nordostpassage, um den Nordpol zu erreichen. Dabei erforschte er die nordsibirische Küste genauer, als es bislang gelungen war. Amundsen war gezwungen, zweimal zu überwintern, ehe er 1920 von Alaska aus ins Eismeer vorstoßen konnte. Aber er musste schließlich unverrichteter Dinge umkehren. Inzwischen hatte schon der Amerikaner Robert E. Peary am 6. April 1909 den Nordpol erreicht.

    1926 überflog er mit Ellsworth und Nobile den Nordpol. Allerdings war der amerikanische Marineoffizier Richard Evelyn Byrd ihnen zuvorgekommen. Er war als erster Mensch am 9. Mai 1926 von Spitzbergen mit dem Flugzeug zum Nordpol und wieder zurückgeflogen - 48 Stunden vor der Mannschaft um Roald Amundsen.

    1928 ist Roald Amundsen bei einer Rettungsaktion im Polargebiet verschollen.

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