Nabis (Kunst)

    Aus WISSEN-digital.de

    (hebräisch: nabi, "Prophet")

    Künstlergruppe in Paris; Keimzelle war die Gruppe, die Paul Sérusier mit seinen Kameraden von der Académie Julien bildete: Maurice Denis, Bonnard, Vuillard, Roussel, Ranson, Piot und andere. Sérusier traf 1888 mit P. Gauguin in der Bretagne zusammen und vermittelte seinen Kollegen dessen Theorien. An Stelle der impressionistischen Farbauflösung suchten die Nabis eine einheitliche Farbfläche, die mit schweren schwarzen Konturen umrandet ist. Die Künstlergruppe traf sich allwöchentlich im Atelier Ransons, veranstaltete gemeinsame Ausstellungen und arbeitete für die Zeitschrift "Revue Blanche". Zu dem Einfluss der Kunst Gauguins kam der von Puvis de Chavannes, Odilon Redon, Gustave Moreau und aus der japanischen Holzschnittkunst. Ihr Theoretiker war vor allem Maurice Denis. In vielen ihrer Werke stellen die Nabis eine französische Parallele zum deutschen Jugendstil dar. Es gehörten ihnen unter anderem noch an: Verkade, Vallotton, der Bildhauer Maillol und der ungarische Maler Rippl-Rónai.

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