Konzentrationslager

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    Haupttor zum KZ Auschwitz

    Abk.: KZ;

    Gefangenenlager für politische Gegner, oft verbunden mit Zwangsarbeit.

    Konzentrationslager wurden bereits während des kubanischen Aufstands gegen Spanien (1895) und auf britischer Seite im Burenkrieg (1899-1902) errichtet. In totalitären Staaten, insbesondere während des Dritten Reiches, wurde der Einsatz von Konzentrationslagern zum System ausgebaut.

    Im nationalsozialistischen Deutschland wurden nach der "Machtergreifung" 1933 von der SA zahlreiche "Schutzhaftlager" für politische Gegner eingerichtet. Im Zuge der Konsolidierung des NS-Staates wurden diese "wilden" KZ durch offizielle Lager in SS-Regie unter dem Reichsführer H. Himmler abgelöst. Die bekanntesten waren Dachau, Oranienburg (später Sachsenhausen), Buchenwald, Groß-Rosen, Flossenbürg, Ravensbrück und Mauthausen.

    Ursprünglich gedacht als Umerziehungslager (aus denen man nach guter Führung auch entlassen werden konnte), wandelten sich die KZ rasch zu Instrumenten einer aggressiven Rassen- und Bevölkerungspolitik: In die KZ wurden neben tatsächlichen und vermeintlichen Regimegegnern vor allem auch Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, sozial Unangepasste, Geistliche, Zeugen Jehovas, Behinderte und Kriegsgefangene eingeliefert und zu Arbeitssklaverei gezwungen, wobei die Lebensverhältnisse in den Lagern so beschaffen waren, dass ein Großteil der Insassen an Seuchen, Hunger, Entkräftung und Misshandlungen zugrunde ging. Zahlreiche Häftlinge wurden auch für grausame "medizinische Experimente" missbraucht.

    Im Rahmen der 1941/42 beschlossenen "Endlösung der Judenfrage" wurden im besetzten Polen Vernichtungslager errichtet, die ausdrücklich der Massentötung von Juden dienten. Die dorthin deportierten Menschen wurden entweder sofort durch Gas getötet oder, sofern sie arbeitsfähig waren, durch die systematische "Vernichtung durch Arbeit", z.B. in den Lagern Auschwitz und Majdanek. Die Gesamtzahl der Häftlinge in von Deutschen errichteten KZ wird auf 7,2 Mio. geschätzt, von denen bei Kriegsende noch ca. 500 000 am Leben waren.

    Auch in der Sowjetunion bestanden "Arbeitserziehungslager". Unter Stalins Regime betrug die Zahl der Inhaftierten mehrere Millionen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden KZ eingerichtet unter den Militärdiktaturen in Chile (seit 1973), Griechenland (1967-73) und nach 1991 während des Bürgerkriegs im ehemaligen Jugoslawien.


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