Buren

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    (niederländisch "Bauern")

    Nachkommen der niederländischen, später auch der niederdeutschen und hugenottischen Kolonisten in Südafrika. Die Sprache der Buren ist das Afrikaans, das auf das Holländische der ersten Siedler zurückgeht und heute von einem großen Teil der weißen Bevölkerung Südafrikas gesprochen wird. Die Buren sind überwiegend Viehzüchter.

    Geschichte

    1652 kam es zur Gründung der Kapkolonie, der ersten afrikanischen Siedlerkolonie. Ein Teil der strenggläubigen und konservativen Buren wanderte nach der Eroberung der Kapkolonie durch die Engländer nordwärts und gründete 1854 den Oranjefreistaat, 1852 die Südafrikanische Republik (Transvaal), die nach ihrer - durch innere Schwierigkeiten erleichterten - Annexion (1877) den Engländern 1881 am Majubaberg eine schwere Niederlage beibrachte und sich dadurch bedingte Unabhängigkeit erkämpfte. Die systematische Einkreisung der Burenrepubliken durch die Engländer (Basuto, Betschuanaland, Rhodesien) wurde durch Gold- und Diamantenfunde beschleunigt. 1895 gelang den Buren die Abwehr des Überfalls der britischen Jameson-Freischärler. Als Reaktion auf die aggressive englische Politik kam es zur Gesetzgebung gegen britische Überfremdung unter Präsident Krüger. Dieses Gesetz bot aber den Briten Anlass zum Einschreiten. 1899-1902 kam es zum Burenkrieg, der international bedeutsam war, weil er Englands militärische Schwäche zu Lande enthüllte. Infolge der erdrückenden britischen Übermacht, der Verwüstung der Farmen und Internierung von Frauen und Kindern in Lagern kam es schließlich zur Kapitulation der Buren: Ihre Republiken wurden britische Kolonien. 1906/07 erhielten sie das Recht der Selbstverwaltung, 1910 erfolgte der Zusammenschluss der Burenprovinzen zur Südafrikanischen Union. Die Buren stellten von 1948 bis 1994 die Regierung Südafrikas und radikalisierten mit der Apartheid-Politik die bereits von den Engländern eingeführte Rassentrennung. Erst 1993 wurde die Gleichberechtigung aller Rassen in die Verfassung aufgenommen.



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