Gitarre
Aus WISSEN-digital.de
Zupfinstrument mit meistens sechs Saiten und flachem Boden. Die Mauren führten dieses Musikinstrument in Spanien ein. Vom 13. Jh. an breitete sich die Gitarre über ganz Europa aus. Nicht zuletzt wegen ihrer spanischen Herkunft waren viele Komponisten, die für klassische Gitarre komponiert haben, Spanier, wie etwa Luis de Briceño oder J. Rodrigo. Ebenfalls eine reichhaltige Gitarrenliteratur stammt aus Italien, mit Komponisten wie L.B. Boccherini oder N. Paganini. Ein Großteil der heute von Gitarristen gespielten Literatur (z.B. von J.S. Bach) wurde ursprünglich für Laute komponiert, die bis ins 18. Jh. das klar dominierende Instrument war. Neben dem solistischen Spiel eignet sich die Gitarre auch gut zur akkordischen Begleitung, was ihre Popularität im 20. Jh. wohl vor allem begründet.
Zur Liedbegleitung wurde die Gitarre bis in die Schubert-Zeit verwendet und wurde dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Wandervogel- und Jugendbewegung in dieser Funktion wiederentdeckt.
Außer den gewöhnlichen Schlaggitarren gibt es Bassgitarren mit drei bis sieben frei schwingenden Basssaiten neben dem Griffbrett sowie die 15-saitige Wiener Schrammelgitarre (siehe Schrammelmusik). Die viersaitige Ukulele und die achtsaitige Hawaiigitarre sind beliebte Instrumente in Tanzkapellen. Von Popbands wird die elektrische (d.h. elektrisch verstärkte) Gitarre bevorzugt, die neben einer gesteigerten dynamischen Leistungsfähigkeit eine Reihe von elektronisch erzeugten Manipulationen bereithält (Verzerrer etc.). Da dem Korpus der E-Gitarren keinerlei akustische Bedeutung zukommt, sind dem Erfindungsreichtum beim Entwickeln exzentrischer Formen keinerlei Grenzen gesetzt.
| Audio-Material | |
|---|---|
| I. Albéniz: Suite Espanola«, op. 47. 5. Satz: »Asturias«, Fassung für Gitarre
Streicher und B.c. C-Dur, RV 425. 1. Satz: Allegro | |
| F. Tarrega: »Grande valse« für Gitarre | |
Kalenderblatt - 14. September
| 1645 | Eroberung des königstreuen Bristols durch Cromwell im englischen Bürgerkrieg. |
| 1812 | Napoleon I. nimmt mit seiner "Grande Armée" Moskau ein. |
| 1930 | Bei den Reichstagswahlen kommt es zum "Erdrutsch": Die Zahl der Mandate der NSDAP erhöht sich von zwölf auf 107. |
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