Johann Sebastian Bach

    Aus WISSEN-digital.de

    deutscher Komponist; * 21. März 1685 in Eisenach, † 28. Juli 1750 in Leipzig

    Datei:Deut0584.jpg
    Johann Sebastian Bach; Gemälde von 1746

    Bach gilt als Vollender vorausgegangener Entwicklungsepochen und als Großmeister des kanonisch-kontrapunktischen Stils. Zu Lebzeiten war er vor allem als Komponist, Cembalist und Organist berühmt.

    Er wurde in Eisenach als Sohn des Stadtmusikers Ambrosius Bach geboren, lernte von ihm das Violinspiel und die Kirchenmusik. Schon mit zehn Jahren hatte Bach beide Eltern verloren und lebte von da an bei seinem Bruder, der ihn im Cembalo- und Orgelspiel unterwies. 1703 wurde er Hofmusiker bei Herzog Johann Ernst in Weimar, 1704 Organist an der neuen Kirche zu Arnstadt sowie 1707 an S. Blasius in Mühlhausen (Thüringen). Dort heiratete er seine erste Frau, Maria Barbara, mit der er sieben Kinder hatte. Wieder in Weimar, als Hoforganist und Konzertmeister (1708-17), komponierte Bach besonders Kirchenkantaten. 1717 folgte die Berufung an den Hof von Anhalt-Köthen, wo er als fürstlicher Kammermusikdirektor seine sechs "Brandenburgischen Konzerte", Suiten, Konzerte, Sonaten und andere Kammermusikwerke, seine französischen Suiten, seine zweistimmigen Inventionen, das "Wohltemperierte Klavier" und seine dreistimmigen Symphonien für Klavier schrieb. Diese Zeit hat Bach später selbst als den Höhepunkt seines Lebens bezeichnet. 1721 heiratete er nach dem Tod Maria Barbaras seine zweite Frau, Anna Magdalena, mit der er weitere siebzehn Kinder hatte.

    Von 1723 bis zu seinem Tod war Bach Kantor an der Thomaskirche in Leipzig, wo er auch an der Thomasschule unterrichtete. In dieser Zeit schrieb er über 200 Kirchenkantaten, sein fünfstimmiges Magnificat (1723), die Johannes- (1724) und die Matthäuspassion (1729), das Kyrie und Gloria der später als h-moll-Messe bekannt gewordenen katholischen Messe (1733), das "Weihnachtsoratorium" (bestehend aus sechs einzelnen Kantaten), den zweiten Teil des "Wohltemperierten Klaviers", die "englischen Suiten", viele Klavier-, Orgel- und Orchesterwerke. 1736 ernannte ihn der Kurfürst von Dresden zum "königlich-polnischen und kursächsischen Hofkompositeur". Einen bedeutenden Beitrag zur kompositorisch-künstlerischen Auseinandersetzung mit der Variation legte Bach 1742 mit seiner "Aria mit 30 Variationen", den so genannten "Goldbergvariationen", vor. Zu den letzten Werken Bachs gehören das "Musikalische Opfer" (1747, über ein Thema von Friedrich dem Großen, das er Bach anlässlich eines Besuchs in Sanssouci gestellt hatte), "Die "Kunst der Fuge" (1745-50) sowie die Vollendung seiner h-Moll-Messe (1747-49) durch die Zusammenstellung aus bereits vorhandenen und in dieser Zeit neu komponierten Teilen (Kyrie/ Gloria von 1731/33, Teile daraus im Parodieverfahren aus früheren Kompositionen übernommen; Credo neu komponiert bzw. aus früher komponierten Kantaten übernommen; Sanctus von 1723; Osanna, Benedictus, Agnus Dei und Dona nobis pacem ebenfalls zum Teil im Parodieverfahren aus Kantatensätzen von 1732-35 zusammengestellt).

    Als Bach im Alter von 66 Jahren starb, war er bereits seit einem Jahr erblindet. Zu seinen letzten Werken gehört der Orgelchoral "Vor deinen Thron tret ich hiermit".

    Nachdem Bach lange Zeit nur noch Liebhabern und Komponisten ein Begriff war, erfuhr sein Werk erst mit der Wiederaufführung der Matthäuspassion unter F. Mendelssohn Bartoldy (1829) und mit Gründung der Bachgesellschaft 1850 eine Renaissance.

    KALENDERBLATT - 21. Juni

    1919 Der in der Bucht von Scapa Flow internierte Teil der deutschen Kriegsflotte versenkt die eigenen Schiffe. Aufgrund der schlechten Nachrichtenübermittlung hat der deutsche Kommandant irrtümlich angenommen, dass Deutschland das Ultimatum zur Annahme der Friedensbedingungen ablehnen werde, und hat beschlossen zu verhindern, dass die Schiffe in "Feindeshand" geraten.
    1940 Hitler diktiert die Waffenstillstandsbedingungen mit Frankreich.
    1951 Die drei Westmächte brechen auf der Konferenz der vier Siegermächte die Gespräche mit der Sowjetunion ab, nachdem die Diplomaten sich vier Wochen lang nicht auf die Rangfolge der Punkte der Außenministertagung einigen konnten.



    Drama, Drama ...

    Wissen oder nicht wissen ... das ist hier die Frage! Wie gut kennen Sie sich aus auf den Brettern, die die Welt bedeuten?
    Jetzt quizzen!