Claudius

    Aus WISSEN-digital.de

    römischer Kaiser; * 1. August 10 in Lugdunum (heute: Lyon), † 13. Oktober 54 in Rom

    eigentlich: Tiberius Claudius Nero Germanicus;

    Regierungszeit 41-54 n.Chr.; Sohn des Drusus (des Bruders von Kaiser Tiberius).

    Als "Schwachkopf" verachtet, von den Prätorianern zum Kaiser erhoben, nachdem sie seinen Vorgänger Caligula ermordet hatten. War ein liberaler Politiker und heimlicher Republikaner, hoch gelehrt und in der Regierung erfolgreich.

    Claudius sanierte die Finanzen, schaffte gleichzeitig Caligulas Sondersteuern ab (darunter die "Ehevollzugssteuer"), wertete den Senat auf, bekämpfte die Korruption, ordnete die Rechtspflege und die Verwaltung (durch Schaffung von Ministerien) und erließ eine allgemeine Amnestie. Das Römische Reich verdankte ihm die Erweiterung um Noricum, Thrakien, Mauretanien und den Südosten Britanniens; als er nach dem Britannien-Feldzug nach Rom zurückkehrte und zügellose und dekadente Zustände vorfand, für die seine Gattin Messalina verantwortlich war, verurteilte er Messalina zum Tode.

    Kurz darauf heiratete Claudius seine Nichte Agrippina die Jüngere. Ihren Sohn Nero setzte er unter Übergehung seiner eigenen Kinder als Thronerben ein. Da Claudius diesen Entschluss zu bereuen schien und ihn zurückzuziehen drohte, wurde er von Agrippina beseitigt: Sie setzte ihrem Gatten ein vergiftetes Pilzgericht vor, an dem er starb.