Siebenjähriger Krieg

    Aus WISSEN-digital.de

    auch: Dritter Schlesischer Krieg;

    1756 bis 1763, zwischen Preußen, England-Hannover und einigen kleinen Reichsständen einerseits, Österreich, Frankreich, Russland, Sachsen, Schweden und der Mehrzahl der deutschen Reichsstände andererseits.

    Den Plan seiner Gegner (voran Kaiserin Maria Theresia und Zarin Elisabeth), ihn als König von Preußen in seiner Machtentfaltung zurückzudrängen, beantwortete Friedrich der Große mit dem Neutralitätsvertrag mit England, das mit Frankreich seit 1755 im Kampf lag, und mit dem überraschenden Einmarsch in Sachsen, das Graf Brühl in die antipreußische Koalition eingegliedert hatte.

    Kriegsschauplätze waren außer Sachsen Böhmen, Schlesien, Neumark, Pommern und Hannover. Nach wechselvollem Kriegsverlauf, glänzenden Siegen (Prag, Roßbach, Leuthen, Zorndorf, Liegnitz, Torgau) und empfindlichen Niederlagen (Kolin, Hochkirch, Kunersdorf) war Friedrich der Große aufs äußerste bedrängt (finanzielle Erschöpfung, verschlimmert durch Kündigung des britischen Subsidientraktats).

    Die Lage verbesserte sich 1762 durch den Tod der Zarin Elisabeth: Ihr Nachfolger Peter III., Verehrer Preußens, schlug sich auf Preußens Seite ("Mirakel des Hauses Brandenburg").

    Im Frieden von Hubertusburg 1763 wurde der territoriale Besitzstand von 1756 wiederhergestellt, Schlesien blieb bei Preußen, das auf Kosten Sachsens und Schwedens in die Reihe der europäischen Großmächte rückte (zugleich Besiegelung des verhängnisvollen deutschen Dualismus Preußen-Österreich).

    Der gleichzeitig geführte überseeische Kampf zwischen England und Frankreich um die koloniale Vormachtstellung endete in Amerika mit dem Sieg Englands, das im Frieden von Paris (1763) Kanada, Louisiana östlich des Mississippi, Senegambien und Cap Breton erhielt, dazu Florida von Spanien, das von seinem Verbündeten Frankreich mit Westlouisiana entschädigt wurde. Folgenschwer auch der Sieg der Engländer über die Franzosen im Kampf um Ostindien; Stärkung der britischen Stellung im indischen Raum.

    KALENDERBLATT - 24. Juli

    1923 Der Friede von Lausanne revidiert den Friedensvertrag von Sèvres (10. August 1920), durch den die Türkei fast alle europäischen Gebiete an Griechenland verloren hatte.
    1929 Japan hinterlegt als letzter Unterzeichnerstaat die Ratifikationsurkunde des Kellogg-Paktes. In ihm wird der Krieg als Mittel zum Lösen internationaler Streitfälle verurteilt und die friedliche Beilegung angestrebt.
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