Luftschiff

    Aus WISSEN-digital.de

    durch Maschinenkraft angetriebenes, durch Propeller vorwärts bewegtes und über Ruder steuerbares Luftfahrzeug. Ein stromlinienförmiger Ballon bewirkt den aerostatischen Auftrieb.

    Technik

    Der Ballon ist mit Gas gefüllt, das leichter als Luft ist. Die Dichte des Auftriebskörpers muss kleiner sein als die Dichte der umgebenden Luft, um den Ballon zu tragen. So genannte "Traggase" sind Helium und Wasserstoff. Über das Leitwerk mit kreuzförmig angebrachten aerodynamischen Höhen- und Seitenrudern am Heck wird das Luftschiff gesteuert. Der Vortrieb wird durch Luftschrauben erzeugt, die von Flugmotoren angetrieben werden.

    Einteilung

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    Zeppelin vor der Skyline von New York; Gemälde von 1936

    Luftschiffe werden unterschieden in Starrluftschiffe, halbstarre Luftschiffe und unstarre Luftschiffe. Die ersten Luftschiffe waren Starrluftschiffe (auch: Zeppelin) und sind heutzutage veraltet. Das Starrluftschiff hat ein unflexibles Gerüst aus Leichtmetall, wodurch es die typische lang gestreckte Form der Ballonhülle erhält. Darin wurden u.a. Kraftstoffbehälter, Traggaszellen, Bedienelemente und Personenräume untergebracht. Diese Bauweise geht auf Graf von Zeppelin zurück, sie überzeugt durch gute Steuerbarkeit. Bei unstarren Luftschiffen (auch: Prallluftschiff oder Blimp) wird die Ballonhülle aus gummiertem Gewebe durch den inneren Überdruck des Traggases geformt. Der zigarrenförmige Körper wird nicht durch ein Metallgestell aufrechterhalten. Die Gondel für Fahrgäste, an der auch das Triebwerk angebracht ist, befindet sich nahe am Auftriebskörper. Prallluftschiffe sind damit schlechter steuerbar als Starrluftschiffe. Bei halbstarren Luftschiffen sorgt ein zusätzlicher Längsträger ("Kielträger") für die Form des Ballons, an dem die Gondeln für Passagiere und Motor befestigt sind.

    Geschichte

    Das früheste Luftschiffmodell stammt aus der Feder des französischen Ingenieurs Henri Giffard, der 1852 erstmals einen mit einem Schraubenpropeller und einer Dampfmaschine angetriebenen Ballon steigen ließ. Das erste über längere Strecken flugfähige Luftschiff konstruierte Graf Ferdinand von Zeppelin im Jahr 1900, das "LZ 1", mit 128 Meter Länge und einer Geschwindigkeit von 32 km/h. Danach erlebte die Luftschifffahrt ihre Blüte, und große Verkehrsluftschiffe wurden gebaut. Ab 1929 existierte ein Linienverkehr über Süd- und Nordatlantik. Die "Hindenburg" ("LZ 129") war das größte je für den Passagiertransport eingesetzte Luftschiff (245 m lang, angetrieben von vier Dieselmotoren). Sie explodierte im Mai 1937 bei einem Brand bei Lakehurst (New Jersey), und fast die Hälfte der Passagiere kam ums Leben. Die große Zeit des Luftschiffbaus in Deutschland war mit diesem Ereignis vorbei, zumal Helium als unbrennbares Füllgas nicht mehr erhältlich war. Heute werden kleine Starrluftschiffe zu Werbezwecken und vereinzelt zum Transport verwendet.

    KALENDERBLATT - 21. Juli

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