Theodor W. Adorno

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    deutscher Philosoph und Soziologe; * 11. September 1903 in Frankfurt am Main, † 6. August 1969 in Visp im Kanton Wallis

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    Theodor W. Adorno

    eigentlich: Theodor Ludwig Wiesengrund;

    neben Max Horkheimer, Ernst Bloch und Herbert Marcuse einer der führenden Vertreter der Frankfurter Schule. Seine Kritik an den Formen der Gesellschaft fand ein breites Echo und wurde von vielen Intellektuellen aufgegriffen. Auch auf die Studentenbewegung der sechziger Jahre hatte er großen Einfluss.

    Von 1921 bis 1924 studierte er in seiner Heimatstadt Philosophie, Psychologie und Soziologie. Seit 1930 gehörte er dem Institut für Sozialforschung an, das, beeinflusst durch Psychoanalyse und Marxismus, eine eigenständige Sozialphilosophie entwickelte. 1933 musste Adorno nach England emigrieren, 1938 siedelte er in die USA über. Hier konnte er am Institut für Sozialforschung weiterarbeiten, das inzwischen von Frankfurt am Main nach New York verlegt worden war. Adorno kehrte 1949 nach Deutschland zurück, wo er in Frankfurt am Main als Professor für Philosophie und Soziologie arbeitete. 1961 erregte seine Kontroverse mit dem Neopositivisten Karl Popper Aufsehen. Es kam zum so genannten Positivismusstreit. Adorno polemisierte außerdem in seinem Essay "Jargon der Eigentlichkeit" (1964) gegen Martin Heidegger, an dessen Philosophie er Gestalt und Sprache des Nationalsozialismus kritisierte.

    Auch als Musiktheoretiker war Adorno tätig. Er hatte 1925 bis 1927 bei Alban Berg Kompositionslehre und Klavier studiert.

    Hauptwerke: "Dialektik der Aufklärung" (1947 mit Horkheimer), "Negative Dialektik" (1966).

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    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).



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