Revolution (Politik)

    Aus WISSEN-digital.de

    (lateinisch: revolutio, "Umwälzung")

    grundlegende Umwälzung der politisch-sozialen Verhältnisse, meist unter Anwendung von Gewalt. Revolution wird als Gegensatz zur Evolution - der natürlichen Fortentwicklung - oder der Reform - der "von oben" initiierten Änderung des Gesellschaftssystems - gesehen.

    Revolutionäre Umwälzungen verlaufen in unterschiedlichsten Formen:

    1. als Bürgerkrieg;

    2. als spontane Massenaktionen in Gestalt einer Volksrevolution;

    3. als Revolution von "Oben", d.h. die Steuerung des Umwälzungsprozesses liegt in der Macht der Eliten.

    Bürgerliche Revolutionen: In der Französischen Revolution (1789) erkämpfte sich das Bürgertum die politische Macht; in Deutschland wurde infolge der Novemberrevolution (1918/19) die erste bürgerlich-parlamentarische Demokratie auf deutschem Boden gegründet.

    Proletarische Revolutionen: Das Proletariat kämpft gegen die "Bourgeoisie", um das kapitalistische System durch den Kommunismus zu ersetzen.

    Siehe auch Oktoberrevolution, Märzrevolution, Amerikanische Revolution.

    Kalenderblatt - 24. Juni

    1717 Die Freimaurer schließen sich in London erstmals zu einer Großloge zusammen.
    1921 Die Volksabstimmung von Oberschlesien hat sich zugunsten des Verbleibs beim Deutschen Reich ausgesprochen und gegen den Anschluss an Polen. Die Abstimmung war im Versailler Vertrag festgelegt worden.
    1957 Die USA lösen in der Wüste von Nevada die fünfte und schwerste Atomexplosion der Versuchsserie aus. Am gleichen Tag wird bekannt gegeben, dass die USA jetzt in der Lage seien, eine "saubere" H-Bombe herzustellen, die zu 95 % frei von radioaktiver Ausschüttung sei.