Herzschwäche

    Aus WISSEN-digital.de

    (Herzinsuffizienz)

    Definition

    Unter dem Begriff Herzschwäche versteht man ein allmähliches oder plötzliches Versagen der Pumpleistung des Herzens.

    Ursachen

    Herzschwäche kann durch Herzkrankheiten, Überlastung oder Vergiftungen entstehen. Sie kann auch angeboren sein. Im Herzen selbst liegende Ursachen der Herzschwäche sind Herzklappenfehler, Herzmuskelentzündungen, Herzbeutelentzündungen (Panzerherz) und Herzkranzgefäßerkrankungen (Herzinfarkt).

    Herzschwäche wird häufig als Todesursache bei allen schweren oder lang dauernden Krankheiten angegeben und steht daher unter den statistisch erfassten Todesursachen an erster Stelle.

    Symptome

    Typische Zeichen der Herzschwäche sind Kurzatmigkeit bei Anstrengungen mit einer Beschleunigung des Herzschlags, die in der Ruhe nur sehr langsam zum Normalwert zurückkehrt, ein Anschwellen der Knöchelgegend gegen Abend, eine bläuliche Verfärbung der Lippen (Zyanose), eine auffallend geringe Flüssigkeitsausscheidung am Tag und mehrfaches Wasserlassen in der Nacht. Der Kranke kann meist nicht auf der linken Seite schlafen. In fortgeschritteneren Stadien treten oft Verdauungsbeschwerden mit Appetitlosigkeit, Magendruck, Übersäuerung und heftigen Durchfällen in den Vordergrund. Schmerzen verursacht eine Herzschwäche nur selten.

    Ist überwiegend die rechte Herzhälfte geschädigt (Rechtsherzinsuffizienz), stehen Schädigungen im großen Kreislauf mit den beschriebenen Verdauungsstörungen, Sauerstoffmangel im Gehirn (Reizbarkeit, Schlafstörungen, Depressionen, Impotenz), Wassersucht und Lebervergrößerung (Stauungsleber) im Vordergrund. Bei Behinderung der Arbeit der linken Herzhälfte treten Stauungszeichen im kleinen (Lungen-)Kreislauf mit Zyanose und Herzasthma, schleimigem Auswurf, Husten sowie später der Neigung zu eitrigen Bronchitiden und Lungenödem in den Vordergrund.

    Behandlung

    Das Herz hat verschiedene Möglichkeiten, die Folgen der Herzschwäche für den Körper auszugleichen. Diese Arbeit kann ihm durch Herzmittel (besonders Digitalis) erleichtert werden. Im Endstadium ist eine Herztransplantation erforderlich.


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