Georg Wilhelm Friedrich Hegel

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    Georg Wilhelm Friedrich Hegel; Porträt

    deutscher Philosoph; * 27. August 1770 in Stuttgart, † 14. November 1831 in Berlin

    Kurzbiografie

    Georg Wilhelm Hegel wurde in Stuttgart geboren und an dem berühmten Tübinger Stift ausgebildet. Er wirkte zunächst als Hauslehrer, Dozent, Journalist und Gymnasialdirektor, bevor er 1816 an die Universität Heidelberg und 1818 an die Universität Berlin berufen wurde. Hier wirkte er dreizehn Jahre, eine Generation von Denkern befruchtend, bis er am 14. November 1831 einer Choleraepidemie zum Opfer fiel.

    Wissenschaftliche Leistung

    Hegel gilt als Begründer der Dialektik und Vollender des deutschen Idealismus. Auf Kant, Fichte und Schelling fußend, errichtete er im Bemühen, eine umfassende, begreifbare Deutung der Welt zu geben, ein imponierendes Denkgebäude.

    Er setzte Denken (Geist) gleich Sein (Wirklichkeit) und sah den Geist in drei Erscheinungsformen: "subjektiver Geist" (verwirklicht im Einzelmenschen); Psychologie und Moral = "objektiver Geist" (verwirklicht in den menschlichen Gemeinschaftsformen, im Staat, im Recht) und "absoluter Geist", "Weltgeist" (verwirklicht in den großen Weisen in Kunst, in Philosophie und Religion). Die Selbstverwirklichung des "Weltgeistes" macht die Weltgeschichte aus (die eine Geschichte der Ideen ist); die Entfaltung des "Weltgeistes" mit dem Endziel Vernunft und Freiheit vollzieht sich im gesetzmäßig-rhythmischen, dialektischen Dreischritt: Thesis (Setzung) treibt zur Antithesis, zum Gegensatz, beide heben sich in der Synthesis auf (Versöhnung, Erhöhung).

    Mit dieser Dialektik überwand Hegel alle Widersprüche (auch die seines eigenen Systems, der abstrakt-rationalistischen Geschichtsdeutung und des historisch-irrationalen Begriffs des "Volksgeistes" als der jeweils epocheprägenden nationalen Verkörperung des "Weltgeistes").

    Er glaubte sich darüber hinaus imstande, Kommendes als gesetzmäßig-notwendig vorauszusagen. Seine alles einschließende und alles rechtfertigende Welterklärung, wonach das Bestehende als das Wirkliche auch das Vernünftige sei, mündete in eine Verherrlichung des preußischen Staates des Vormärz.

    Hegels Einfluss auf die politischen Ideen des 19./20. Jh. wirkte sich nach verschiedensten Richtungen aus; er wurde als Apologet des konservativen Preußentums zitiert, von den Vertretern eines christlichen oder liberalen Humanismus beansprucht, fand seine Anhänger aber ebenso in der atheistisch-revolutionären Richtung der Junghegelianer und lieferte Marx die methodische Grundlage für seinen dialektischen Materialismus.

    Zitat
    G. Hegel: Wer die Welt vernünftig ansieht, den sieht auch sie vernünftig an.


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