Idealismus

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    1. im allgemeinen Sprachgebrauch die Lebenspraxis eines Individuums, sein Denken und Handeln nach bestimmten Werten und Idealen auszurichten.
    2. Als philosophische Position bezeichnet Idealismus die Überzeugung, Wirklichkeit auf Ideen und Ideale zurückführen zu können. Damit bezeichnet der Idealismus eine erkenntnistheoretische Position, die den Ideen und dem Denken und nicht der Materie Wirklichkeit zugesteht. Bereits Platon vertrat mit seiner Ideenlehre einen metaphysischen Idealismus, der davon ausging, dass auch der materiellen, sinnlich erfahrbaren Welt ein ideelles Prinzip als letzter Seinsgrund zu Grunde liegt. In der Neuzeit bezogen die Philosophen Schelling und Hegel eine ähnliche idealistische Position (objektiver Idealismus). Unter anderem Descartes und Schopenhauer dagegen reduzierten Wirklichkeit auf menschliche Bewusstseinsinhalte (subjektiver Idealismus). Berkeley behauptete sogar, außerhalb des menschlichen Bewusstseins existiere keine Materie (Solipsismus).

    Kalenderblatt - 20. Juni

    1791 Der französische König Ludwig XVI. flieht aus Paris, nachdem alle Pläne, die Initiative wieder in die Hände zu bekommen, gescheitert sind.
    1948 Die alliierten Militärgouverneure verkünden die Währungsumstellung in den Westzonen. Als Startkapital wird 40 DM pro Kopf ausgegeben. Damit nimmt das Wirtschaftswunder seinen Anfang.
    1951 Iran verstaatlicht entgegen dem bitteren Widerstand Großbritanniens die Anglo-Iranian Oil Company.