Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

    Aus WISSEN-digital.de

    vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels 1950 erstmals vergebener internationaler Literaturpreis.

    Mit dem Preis werden Personen ausgezeichnet, die auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedens beigetragen haben. Seit 1972 kann der Preis auch posthum und an Organisationen vergeben werden. Der Friedenspreis wird jedes Jahr während der Frankfurter Buchmesse in der Frankfurter Paulskirche verliehen und ist seit 1979 mit 25 000 DM bzw. 12 700 € dotiert. Die Preissumme setzt sich allein aus Spenden von Verlegern und Buchhändlern zusammen. Der Buchhandel bringt damit seine Verpflichtung, mit seiner Arbeit der Völkerverständigung zu dienen, zum Ausdruck.

    Beim Stiftungsrat kann jede Person vorgeschlagen werden, sofern die Leistungen ausführlich schriftlich begründet sind; Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

    Die ersten Preisträger waren Max Tau (1950) und Albert Schweitzer (1951); zu den Empfängern der letzten Jahre gehören Yasar Kemal (1997), Martin Walser (1998), Fritz Stern (1999), Assia Djebar (2000) und Jürgen Habermas (2001). Im Oktober 2004 wurde der ungarische Schriftsteller Péter Esterházy mit dem Friedenpreis ausgezeichnet, 2005 der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk. 2006 ging der Preis an den Soziologen und früheren Rektor des Wirtschaftskollegs Berlin Wolf Lepenies. Weitere Preisträger waren: Saul Friedländer 2007, Anselm Kiefer 2008, Claudio Magris 2009, David Grossmann 2010 und Boualem Sansal 2011.

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