Jürgen Habermas

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    deutscher Philosoph und Soziologe; * 18. Juni 1929 in Düsseldorf


    Habermas studierte an den Universitäten Göttingen, Zürich und Bonn und war 1959 Assistent am Institut für Sozialforschung in Frankfurt; 1961 außerordentlicher Professor für Philosophie und Soziologe an der Universität Heidelberg. 1964 wurde er Ordinarius in Frankfurt am Main. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten führte er die Impulse der von Adorno und Horkheimer begründeten Frankfurter Schule weiter. Er befand sich während der Studentenunruhen 1968 im kritischen Dialog mit der Studentenschaft. Von 1971 bis 1981 war Habermas Direktor des Max-Planck-Instituts in Starnberg. Er wirkt heute als freier Sozialwissenschaftler und Publizist.

    Bekannt wurde Habermas vor allem für seine Diskurstheorie. Diese wurde von Habermas sowohl als Wahrheitstheorie konzipiert als auch als Grundlage einer Ethik. Vereinfacht gesagt, sollen Wahrheit und ethische Werte demnach vom gesellschaftlichen Dialog abhängen.

    Jürgen Habermas erhielt zahlreiche Auszeichnungen für sein Werk, darunter den Theodor-Heuss-Preis (1999), den Hessischen Kulturpreis (1999), den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2001), den Prinz-von-Asturien-Preis (2003) und den Kyoto-Preis (2004).

    Werke: "Theorie und Praxis", "Technik und Wissenschaft als Ideologie", "Der philosophische Diskurs der Moderne" u.a.

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