Trichinose

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    (griechisch) auch: Trichinenkrankheit;

    meldepflichtige Infektion des Menschen mit Fadenwürmern der Art Trichinella spiralis (Trichinen), die Darmparasiten zahlreicher fleischfressender Säugetiere sind. Sie erfolgt durch den Verzehr von verseuchtem rohen oder nur geräucherten (meist) Schweinefleisch (Kochprozess mit Erhitzung über 70° tötet die Trichinen). Die weiblichen Darmtrichinen gebären einige Hunderte lebende Junge, die sich durch die Darmwand bohren und einige Tage bis Wochen im Körper herumwandern, bis sie sich in stark durchbluteten Muskeln (Kaumuskeln, Zunge, Brustmuskeln) zur Ruhe setzen. Sie werden dort vom Muskelgewebe mit einer Kapsel umgeben und können bis zu 16 Jahre lebend überdauern, bis das Fleisch des befallenen Tieres von einem anderen Tier oder Menschen roh oder geräuchert verzehrt wird. Im Magen werden die Kapseln verdaut, die dadurch freigewordenen Muskeltrichinen gelangen in den Darm, wo sie in einigen Tagen zu Darmtrichinen heranwachsen und geschlechtsreif werden. Gefährlich sind nur die jungen Muskeltrichinen während ihrer Wanderung, da sie häufig an den Nerven entlang kriechen und dabei starke Schmerzen, Krämpfe, Blutergüsse und bei starker Infektion sogar den Tod des befallenen Menschen herbeiführen können. Sobald sie eingekapselt sind, verursachen sie außer Muskelschmerzen keine ernsthaften Beschwerden mehr.

    Kalenderblatt - 18. Juli

    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).