Franz Müntefering

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    deutscher Politiker; * 16. Januar 1940 in Neheim

    seit 1966 Mitglied der SPD, seit 1967 Mitglied der IG Metall. 1975-1992 Mitglied des Bundestages.

    1992-1995 Arbeitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen. 1998-1999 Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen. 1998-2001 Vorsitzender der SPD Nordrhein-Westfalen.

    1999-2002 SPD-Generalsekretär. Seit 2002 Fraktionsvorsitzender der SPD (bestätigt 2005), 2004-2005 zusätzlich SPD-Bundesvorsitzender.

    Im Herbst 2005 nach den vorgezogenen Neuwahlen gab Müntefering den Parteivorsitz ab und wurde Vizekanzler und Minister für Arbeit und Soziales in der Großen Koalition unter Angela Merkel.

    Im November 2007 gab der Politiker seinen Rücktritt von beiden Ämtern aus persönlichen Gründen bekannt. Er führte diesen Schritt auf seine familiäre Situation zurück. Seine Nachfolge als Bundesminister für Arbeit und Soziales trat Olaf Scholz an, Vizekanzler wurde Frank-Walter Steinmeier.

    Kalenderblatt - 3. Mai

    1951 Der Europarat nimmt die Bundesrepublik Deutschland als vollwertiges Mitglied auf. Seit dem 15. November 1950 besitzt die Bundesrepublik die assoziierte Mitgliedschaft.
    1971 Erich Honecker löst Walter Ulbricht in seinem Amt als Erster Sekretär der SED ab. Damit beginnt in Ostdeutschland die Ära Honecker, die bis kurz vor dem Mauerfall andauert.
    1993 Björn Engholm, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, tritt von seinem Amt zurück. Er zieht damit die Konsequenz seiner Falschaussage bezüglich der Barschel-Affäre. Engholm wollte in den nächsten Bundestagswahlen als Vertreter der SPD gegen Helmut Kohl um das Kanzleramt konkurrieren. Johannes Rau löst ihn in seinem Amt als SPD-Chef vorläufig ab.