Maria Theresia (Hl. Römisches Reich)

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    Erzherzogin, Königin von Böhmen und Ungarn, Gemahlin Franz'; * 13. Mai 1717 in Wien, † 29. November 1780 in Wien

    Erzherzogin (1740-1780), Königin von Böhmen und Ungarn (1740-1780), älteste Tochter Karls VI., seit 1736 vermählt mit Franz Stephan von Lothringen, Großherzog von Toskana (1745 als Franz I. zum Kaiser gekrönt; Maria Theresia deshalb als Kaiserin bezeichnet).

    Übernahm erst 23-jährig an einem kritischen Wendepunkt der österreichischen Geschichte pflichtbewusst die Regierung, verteidigte die trotz der Pragmatischen Sanktion gefährdete Thronfolge mit Mut und Umsicht gegen eine überlegene Koalition (Österreichischer Erbfolgekrieg), konnte aber das von Preußen besetzte Schlesien trotz größter Anstrengungen nicht zurückerobern (1. und 2. Schlesischer Krieg, Siebenjähriger Krieg).

    Maria Theresia stellte als "Mutter des Landes" im Geist des aufgeklärten Absolutismus das Ansehen des bei ihrem Regierungsantritt der Auflösung nahen Reiches durch Reformen im Heer-, Verwaltungs- und Finanzwesen wieder her und schuf damit den modernen, selbstständigen österreichischen Gesamtstaat.


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