Rienzi, der Letzte der Tribunen

    Aus WISSEN-digital.de

    Große tragische Oper in fünf Akten von R. Wagner. Das Libretto stammt vom Komponisten, nach dem Roman "Rienzi" (1835) von Edward Bulwer-Lytton (basierend auf der historischen Figur Cola di Rienzo).

    Die Oper wurde am 30. Oktober 1842 im Königlich Sächsischen Hoftheater in Dresden (gekürzt) unter der Leitung von Carl Gottlieb Reißiger uraufgeführt.

    Die wichtigsten Personen

    Cola Rienzi, päpstlicher Notar (Tenor)

    Irene, Rienzis Schwester (Sopran)

    Steffano Colonna, Haupt der Familie Colonna (Bass)

    Adriano, Steffano Colonnas Sohn (Sopran)

    Paolo Orsini, Haupt der Familie Orsini (Bass)

    Kardinal Raimondo, Legat des Papstes zu Rom (Bass)

    Baroncelli, römischer Bürger (Tenor)

    Cecco del Vecchio, römischer Bürger (Bass)

    Der Friedensbote (Sopran)

    Ein Herold (Tenor)

    Der Gesandte Mailands (Bass)

    Die Gesandten der lombardischen Städte (Tenor, Bass)

    Der Gesandte Neapels (Tenor)

    Die Gesandten Böhmens und Bayerns (Bass)

    Handlung

    Die Handlung spielt Mitte des 14. Jahrhunderts in Rom.

    Zwei römische Adelshäuser bekriegen sich: die Orsini und die Colonna. Rienzi fordert ein Ende der Adelsherrschaft in Rom, was offiziell von den Nobili anerkannt wird. Heimlich planen sie ein Attentat auf den neu ernannten Volkstribun Rienzi, das jedoch misslingt. Rienzi begnadigt die Verschwörer. Schließlich kommt es zur Schlacht zwischen römischem Volk und geflohenen Adligen. Rienzi gewinnt, aber die Häupter der Adelsfamilien Colonna und Orsini fallen. Der Sohn Colonnas, Adriano, der in Rienzis Schwester Irene verliebt ist, hat diesem eigentlich Unterstützung zugesagt; nach dem Tod seines Vaters keimen jedoch Rachegefühle in ihm. Er hetzt das römische Volk gegen Rienzi auf. Auch der Kardinal belegt Rienzi mit dem Kirchenbann. Der Mob steinigt Rienzi und seine Schwester; auch Adriano wird beim Versuch, Irene zu retten, getötet. Die Adligen übernehmen wieder die Herrschaft.

    Zum Werk

    Mit "Rienzi" hatte Wagner seinen ersten großen Opernerfolg. Der Einfluss der Grand Opéra und von Komponisten wie D.F.E. Auber, G. Spontini und G. Meyerbeer auf dieses frühe Werk Wagners ist noch unverkennbar, doch scheint in den motivischen Verknüpfungen bereits die Leitmotivtechnik Wagners auf, die in späteren Werken wie "Tristan und Isolde" zur Vollendung gelangen sollte.

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