Replikation

    Aus WISSEN-digital.de

    (lateinisch: replicare, "entfalten, wieder aufrollen")

    auch: Reduplikation, Autoreduplikation;

    Der Begriff Replikation steht für die Selbstverdoppelung der Desoxyribonukleinsäure (DNS) oder der Ribonukleinsäure (RNS) bei den RNS-Viren. Die Replikation ist die Grundvoraussetzung für die Erhaltung des Lebens, weil hierdurch die Weitergabe der genetischen Information auf molekularer Grundlage erfolgt.

    Die identische Verdoppelung der DNS wird dadurch möglich, dass die DNS-Doppelhelix, bestehend aus den Basen Adenin, Guanin, Cytosin und Thymin, die über Wasserstoffbrücken verbunden sind, zunächst an diesen Wasserstoffbrücken getrennt wird. Dann wird ein neuer Strang aus diesen Basen angelagert. Dabei kann sich nur Adenin mit Thymin und Guanin mit Cytosin paaren. Jeder Einzelstrang hat also die Funktion einer "Matrize" bzw. Vorlage für die Zusammenstellung des zugehörigen Strangs. Der Gesamtprozess verläuft in drei Phasen: Initiation (Start, Beginn), Elongation (Strecken der gewundenen Doppelhelix) und Termination (Beendigung), von denen nur die ersten beiden gut erforscht sind. Der Verdoppelungsprozess setzt an mehreren Stellen gleichzeitig an, bis das Tochtermolekül aus zwei parallel aneinandergelagerten DNS-Strängen hergestellt ist - ein Strang besteht aus altem, einer aus neuem Material.

    Früher war man der Meinung, dass ein Chromosom aus vielen DNS-Molekülen bestehen würde, heute geht man davon aus, dass auch die Chromosomen höherer Organismen aus einem einzigen DNS-Molekül bestehen. Teile des DNS-Strangs lassen sich heute auch synthetisch herstellen.

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