Magischer Realismus

    Aus WISSEN-digital.de

    Malerei

    In der bildenden Kunst bildete sich der magische Realismus in den 20er Jahren als eine Richtung der Neuen Sachlichkeit aus. Kennzeichen waren Aussparung von Nebensächlichkeiten, Perspektivenverzerrung und eine charakteristische Form der Anordnung. Bedeutendster Vertreter dieser Richtung war Franz Radziwill.

    Literatur

    In der Literaturwissenschaft wird mit mit dem Begriff "magischer Realismus" eine Richtung der südamerikanischen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Die Texte des magischen Realismus zeichnen sich durch eine Vermischung von fantastischen mit realistischen Elementen aus. Hiermit soll nicht eine Infragestellung der Wahrheit generell erzielt werden. Durch die Verfremdung bislang vertrauter und selbstverständlicher "Wirklichkeiten" soll vielmehr eine andere Sicht der Dinge und damit eine neue Interpretation der Wirklichkeit ermöglicht werden soll. Diese Form der Literatur ist nur scheinbar unpolitisch, sie verfügt durch ihre reiche Sinnbildlichkeit über ein ausgeprägtes zeit- und gesellschaftskritisches Potential, das sich bei den meisten Autoren nicht - oder zumindest nicht problemlos - in den Dienst einer Ideologie stellen lässt. Die wichtigsten Vertreter des südamerikanischen magischen Realismus sind Carlos Fuentes, Mario Vargas Llosa und Gabriel García Marquez. Der magische Realismus hatte auch Einfluss auf die europäische Literatur, so z.B. auf das Werk von Italo Calvino oder Milan Kundera.


    Olé, olé, olé olé!

    Sie kennen sich aus im grenzenlosen Reich von König Fußball? Na, dann schießen Sie mal los ...
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 13. November

    1805 Auf dem Höhepunkt des 3. Koalitionskriegs der Allianz von England, Russland, Schweden und Österreich gegen Frankreich zieht Napoleons Grande Armée in Wien ein.
    1918 König Ludwig III. von Bayern erklärt seinen Thronverzicht.
    1936 Das Drama "Glaube, Liebe, Hoffnung" von Ödön von Horváth wird in Wien uraufgeführt.