Henri Matisse

    Aus WISSEN-digital.de

    französischer Maler, Bildhauer und Grafiker; * 31. Dezember 1869 in Le Cateau, † 3. November 1954 in Cimiez bei Nizza

    Matisse gilt als einer der Hauptmeister der französischen Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er gehört zu den grundlegenden Erneuerern der europäischen Malerei.

    Der Schüler von G. Moreau begann um 1900 - nach impressionistischen Anfängen - unter dem Einfluss von Gauguin, Cézanne und Monet mit leuchtenden Farben zu malen, schon ganz im Sinne der Fauves, deren Mitbegründer er 1905 war.

    Matisse war abwechselnd in Paris und der Gegend von Nizza tätig, später ganz in Nizza. Um die Jahrhundertwende löste sich Matisse äußerlich vom Symbolismus Moreaus und rang sich in den folgenden Jahren zu einem ganz persönlichen Stil durch, in den er nur sehr bestimmte, allgemein gültige Elemente des Expressionismus übernahm. Kennzeichnend für seine Kunst wurden und blieben die vereinfachende, dekorative Form und die reinen, intensiven, unvermittelt und kontrastreich gegeneinander gesetzten Farben.

    Unentwegt tätig, schuf Matisse ein riesiges Werk, welches Figurenkompositionen, Landschaften, Stillleben, Wandbilder, Theaterdekorationen, Buchillustrationen, Lithografien und Plastiken umfasst. Schon von seiner "Fauves"-Zeit an suchte Matisse alles Körperliche, Räumliche in flächenbezogene, dekorative Werte umzusetzen.

    Seine plastischen Arbeiten begannen um 1900; das Werk besteht aus 54 Bronzen. Seine grafische Tätigkeit setzte um 1903 ein. Matisse illustrierte eine Anzahl Bücher; seine Zeichnungen gehören zu den hervorragendsten ihrer Zeit. Sein letztes großes Freskenwerk waren die Wandmalereien für die Kapelle von Vence (1949-51); auch die Glasgemälde dort wurden von ihm entworfen.

    Weitere Werke (Auswahl)

    Schriften

    Von Matisse erschien: "Farbe und Gleichnis", gesammelte Schriften (1955).

    Gemälde

    "Die Seine in Paris" (1900-03, Zürich, Sammlung Bührle); "Madame Matisse" (1905, Kopenhagen, Statens Museum for Kunst); "Luxus I" (1907, Paris, Musée National d'Art Moderne); "André Derain" (1905, London, Tate Gallery); "Luxus II" (1907, Kopenhagen, Statens Museum for Kunst); "Der Nachttisch. Harmonie in Rot" (1908, Sankt Petersburg, Eremitage); "Der Tanz" (dreiteilige Collage, 1930-34, Merion/Pa., Barnes Foundation), "Die rumänische Bluse" (1940, Paris, Musée National d'Art Moderne).

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