Die Brennnessel als Heilpflanze - alles andere als ein Unkraut

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    Die Brennnessel als Heilpflanze - alles andere als ein Unkraut Die Brennnessel ist ein Kraut, das man fast an jedem Ort der Welt finden kann. Sie wächst an Straßenrändern, in Wäldern und zum Leidwesen vieler Eigenheimbesitzer auch in sämtlichen Gärten. Der Name der Pflanze rührt von den Brennhaaren her, die die Stängel und Blätter zieren und bei Hautkontakt eine reizende Flüssigkeit abgeben.

    Ergo handelt es sich um ein Kraut, welches gemeinhin nicht besonders beliebt ist. Das ist allerdings schade, denn in seinem Inneren verbergen sich wertvolle Inhaltsstoffe. Nicht nur kann man die Brennnessel als Gemüsepflanze, beispielsweise in Suppen oder Smoothies verwenden – sie vermag es auch, sanfte Linderung bei diversen Beschwerden zu bieten.

    Welche Pflanzenteile sind medizinisch wirksam?

    Bei der Brennnessel befinden sich in sämtlichen Teilen der Pflanze Inhaltsstoffe, die eine pharmakologische Wirkung haben: sowohl in den Blättern als auch im Kraut und in der Wurzel. Sie besitzt einen hohen Gehalt an Mineralstoffen, Kieselsäure und Kalium. Die Blätter und das Kraut enthalten außerdem Flavonoide, die man auch als Antioxidantien kennt. In der Wurzel der Brennnessel findet man zudem Phytosterole, eine Art pflanzliche Alternative zu tierischem Cholesterin.

    Bei welchen Beschwerden werden Brennnesseln eingesetzt?

    Brennnesseln haben eine ganze Reihe positiver Auswirkungen auf die Gesundheit. So enthalten sie beispielsweise mehr Vitamin C als Zitronen, was das Immunsystem stärkt und dabei hilft, Infekte zu vermeiden. Die Flavonoide wirken harntreibend und durchspülen auf diese Weise Harnleiter, Blase und Harnröhre. Deshalb ergibt es Sinn, bei einer aufkommenden Blasenentzündung direkt Brennnesseltee zu trinken, um die Entzündung im Idealfall noch abzuwenden. Die Phytohormone in der Wurzel können außerdem das Wasserlassen erleichtern, was für Männer relevant ist, die unter einer beginnenden Prostatavergrößerung leiden.

    Außerdem enthält die Pflanze diverse antientzündliche Inhaltsstoffe. Davon profitieren beispielsweise Frauen, die Muskelschmerzen in den Wechseljahren haben. Um die Schmerzen zu lindern, kann man so einiges tun. Die Brennnessel hat aber insbesondere in der Frauenheilkunde noch andere wertvolle Eigenschaften. So hilft sie bei einer ganzen Reihe von Wechseljahresbeschwerden und kann wohltuend für Frauen sein, die unter einer schmerzhaften Menstruation oder PMS-Symptomen leiden.

    Wie lässt sich die Brennnessel anwenden?

    Theoretisch lässt sich die Brennnessel roh verzehren, beispielsweise als Zutat in Salat. Tatsächlich entfalten sich viele der wertvollen Inhaltsstoffe aber besonders gut nach dem Erhitzen. Besonders beliebt ist daher die Zubereitung als Brennnesselsuppe oder Brennnesseltee. Außerdem kann man auch mit kaltem Brennnesselsud Waschungen ausführen, um damit beispielsweise Haut- und Haarprobleme zu behandeln. In der Regel verwendet man dafür frische Blätter der Brennnessel. Auf eine Tasse kochendes Wasser kommen dann ein bis zwei Teelöffel Blätter, die man etwa fünf Minuten ziehen lässt und anschließend absiebt. Davon können bedenkenlos zwei Tannen täglich getrunken werden, um beispielsweise Harnwegsinfekte zu behandeln.

    Bei Menstruationsbeschwerden kann man die Brennnessel gut mit anderen Kräutern, beispielsweise mit Frauenmantel, Melisse oder Schafgarbe kombinieren. Und auch in der Küche ist das vielseitige Kraut einsetzbar. Der nussige, leicht herbe Geschmack eignet sich perfekt dafür, Pestos, Brotaufstriche oder Suppen zu verfeinern. Die kleinen Brennnesselsamen enthalten außerdem besonders viele Proteine. Dadurch sind sie ein echtes Superfood und lassen sich nutzen, um zum Beispiel Müslis oder Smoothies zu verfeinern.

    KALENDERBLATT - 29. Januar

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