Abtragen (Technik)

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    Bearbeitungsverfahren der Hauptgruppe Trennen, das auf nichtmechanischem Weg unter Nutzung unterschiedlicher physikalischer oder chemischer Vorgänge zur Erzielung einer mikro- oder makrogeometrischen Formänderung bzw. einer Eigenschaftsänderung an festen Stoffen erfolgt. Abtragen wird vorrangig zur Bearbeitung hochfester Werkstoffe angesetzt.

    a) Beim chemischen Abtragen erfolgt eine Auflösung von metallischen Werkstoffen

    1. durch die Einwirkung flüssiger Chemikalien als chemisches Lösen ohne die Wirkung von elektrischem Strom, z.B. Ätzen oder Beizen, oder

    2. als elektrochemisches Abtragen, z.B. beim Elysieren, wobei der Werkstoffabtrag auf der Grundlage elektrochemischer Reaktionen - d.h. Umsetzung elektrischer in chemische Energie zwischen sich berührenden, elektrisch leitenden Phasen - erfolgt. Die Nutzung eines Elektrolyten ermöglicht die an einen Strom gebundene Ionenwanderung, wobei der Abtrageffekt an der Anode genutzt wird. Man unterscheidet dabei Bad- und Formabtragen sowohl zur Konturenherstellung als auch zum Abgraten.

    b) Beim thermischen Abtragen erfolgt der Werkstoffabtrag durch die Wirkung thermischer Effekte allein oder überlagert mit anderen Wirkprinzipien (z.B. elektroerosive Metallbearbeitung).

    Kalenderblatt - 1. Dezember

    1900 Der Präsident der Burenrepublik Transvaal, Paulus Krüger, trifft in Köln ein. Er befindet sich auf Europa-Reise, um um Unterstützung im Krieg gegen England zu werben.
    1927 Der so genannte Sicherheitsausschuss des Völkerbunds tritt zum ersten Mal zusammen, um ein Abrüstungsabkommen auszuarbeiten.
    1930 Reichspräsident Hindenburg erlässt eine Notverordnung, die die Finanzwirtschaft wieder in Ordnung bringen soll.