Wasserraubtiere

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    (Pinnipedia)

    auch: Robben;

    der lateinische Name "Pinnipedia" bedeutet übersetzt "Flossenfüßer". Evolutionsgeschichtlich bilden die Wasserraubtiere keine eigene Unterordnung, sondern gehören zu den Bärenartigen (Arctoidea). Man geht davon aus, dass die Wasserraubtiere sich im Tertiär aus den Bärenartigen entwickelt haben. Heutzutage haben sie sich jedoch so weit von ihrem Ursprung entfernt, dass die Zoologen ihnen eine eigene Unterordnung zuweisen.

    Körperbau

    Bei den Robben sind die Extremitäten zu flossenähnlichen Gliedmaßen umgewandelt. Charakteristisch sind auch der torpedoförmige Rumpf und die starke Schwimmmuskulatur der hinteren Körperhälfte: diese Merkmale verhelfen den Robben im Wasser zu der Schnelligkeit und Wendigkeit, die ihnen bei der Fortbewegung an Land weitgehend fehlt.

    Kennzeichnend für die Wasserraubtiere ist, dass sie amphibisch leben, das heißt, sie verbringen auch viel Zeit außerhalb des Wassers. Zum Schlafen und zur Paarung kommen die Tiere grundsätzlich an Land.

    Verbreitungsgebiet

    Die meisten Vertreter aus der Unterordnung Pinnipedia leben in den kalten Meeren der Nord- und Südhalbkugel der Erde; nur die Mönchsrobben kommen in tropischen und subtropischen Meeresgebieten vor. Einige Seehundarten (Seal-Lake-Seehund und Baikal-Ringelrobbe) können auch in Binnenseen leben. Robben sind intelligente Tiere mit lebhaftem Interesse an ihrer Umwelt. Viele Robbenarten sind vom Aussterben bedroht, z.B. alle drei Mönchsrobben-Arten, der Guadalupe-Seebär sowie der Südliche und der Nördliche Seeelefant.

    Systematik

    Unterordnung aus der Ordnung der Raubtiere (Carnivora).

    Überfamilien:

    Hundsrobbenartige (Phocoidea)

    Ohrenrobbenartige (Otarioidea)

    Kalenderblatt - 19. Juli

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