Utopie
Aus WISSEN-digital.de
(griechisch "nirgendwo")
Der Ursprung des Begriffs liegt bei Thomas Morus, der mit seinem 1516 erschienenen Roman "Utopia" den Entwurf einer idealen Gesellschaft liefert.
Die Utopien als literarische Darstellungen (oft Romane) schildern zumeist fiktive Zustände in einem räumlich und zeitlich entfernten Ort. Sie kritisieren auf der Basis der Ironie oder der Satire die jeweiligen gegenwärtigen Zustände und postulieren eine ideale Gesellschaftsordnung, den Idealstaat. Aus der Perspektive eines fiktiven Reisenden werden Staatsformen geschildert, die sich durch soziale fortschrittliche Ordnung und besondere Betonung der Erziehung und des kulturellen Milieus auszeichnen. Die modernen utopischen Romane sind größtenteils negative Utopien (Dystopie), wie "1984" von George Orwell und Aldous Huxleys "Brave New World".
Der Begriff der politischen Utopie ist heutzutage mit einer negativen Bedeutung belegt. Das Adjektiv "utopisch" hat eine äquivalente Bedeutung zu "übersteigert" und "unrealistisch". Somit ist der Begriff der Utopie gleichzusetzen mit einem unrealisierbaren Plan für die Zukunft.
Kalenderblatt - 14. September
| 1645 | Eroberung des königstreuen Bristols durch Cromwell im englischen Bürgerkrieg. |
| 1812 | Napoleon I. nimmt mit seiner "Grande Armée" Moskau ein. |
| 1930 | Bei den Reichstagswahlen kommt es zum "Erdrutsch": Die Zahl der Mandate der NSDAP erhöht sich von zwölf auf 107. |
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