Urban VIII. (Papst)

    Aus WISSEN-digital.de

    Papst; * 5. April 1568 in Florenz, † 29. Juli 1644 in Rom

    eigentlich: Maffeo Barberini;


    stammte aus florentinischem Adel, war ab 1589 an der Kurie tätig. 1604 wurde er als Nuntius nach Paris entsandt. 1606 erfolgte die Ernennung zum Kardinal und 1608 zum Erzbischof von Spoleto. Am 6. August 1623 wurde er als Nachfolger Gregors XV. zum Papst gewählt.

    Unter ihm erreichte der Kirchenstaat nach der Übernahme des erledigten Lehens Urbino seine größte Ausdehnung. Sein Pontifikat fiel in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, er wandte sich aus Angst vor der Übermacht der Habsburger Frankreich zu und unterstützte damit indirekt die protestantische Partei.

    Er bestätigte mehrere Orden und gründete 1627 das Collegium Urbanum zur Missionarsausbildung. Er bekämpfte den Gallikanismus und den Jansenismus sowie die Thesen Galileo Galileis, den er 1633 zum Widerruf zwang. Berüchtigt ist er wegen seines Nepotismus.

    Seine Amtszeit gilt als Höhepunkt des Barockpapsttums. Urban begann mit dem Bau der Kolonnaden des Petersplatzes (1626 Weihe der Peterskirche), dem Bau des Castel Gandolfo als päpstliche Sommerresidenz und dem Palazzo Barberini in Rom.

    Kalenderblatt - 25. Juni

    1535 Das Ende des Wiedertäuferreichs von Münster.
    1919 In Deutschland kommt es zum Spartakisten-Aufstand, der von der Reichswehr niedergeschlagen wird.
    1950 Mit dem Einmarsch von Soldaten des kommunistischen Nordkoreas über die Demarkationslinie nach Südkorea beginnt auf die Nacht des 25. Juni der Koreakrieg. Die UNO fordert vergeblich die Einstellung des Feuers.