Staatsangehörigkeit

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    auch: Staatsbürgerrecht;

    Zugehörigkeit eines Menschen zu einem Staat, die verbunden ist mit Rechten und Pflichten eines Staatsbürgers (aktives und passives Wahlrecht, evtl. Wehrpflicht, diplomatischer Schutz im Ausland u.a.). Für Deutsche gehören dazu insbesondere die Bürgerrechte des Grundgesetzes und das Wahlrecht zu den Volksvertretungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene.

    2000 wurden wichtige Änderungen an den alten, auf das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz von 1913 zurückgehenden Regelungen vorgenommen. Neben das Abstammungsprinzip (lateinisch: jus sanguinis), wonach unabhängig vom Geburtsort Deutscher ist, wer von deutschen Staatsbürgern abstammt, trat mit der Gesetzesänderung das Geburtsortprinzip (lateinsisch: jus soli): Kinder ausländischer Eltern, die über eine seit mindestens drei Jahren unbefristete Aufenthaltsgenehmigung verfügen, erhalten die deutsche Staatsangehörigkeit. Bis zum 23. Lebensjahr dürfen diese auch eine doppelte Staatsangehörigkeit besitzen. Eine doppelte Staatsbürgerschaft ist per Gesetz in der Regel nicht zulässig. Kinder aus binationalen Ehen bilden eine Ausnahme; diese können grundsätzlich mehrere Staatsangehörigkeiten besitzen. Ausländern kann die deutsche Staatsangehörigkeit nach acht Jahren Aufenthalt in der Bundesrepublik verliehen werden, wenn sie ihre bisherige Staatsangehörigkeit niederlegen. Einem Deutschen darf die Staatsangehörigkeit nach dem Grundgesetz nicht entzogen werden.

    Kalenderblatt - 11. Juli

    1920 Die überwiegend deutschen Bereiche in West- und Ostpreußen und Oberschlesien stimmen als Novum in der europäischen Staatengeschichte über ihre Staatszugehörigkeit ab und entscheiden sich gegen Polen und für Deutschland. Ferner lehnen die Alliierten eine militärische Unterstützung Polens gegen die vorrückende Rote Armee ab.
    1936 Das Deutsche Reich und Österreich schließen ein Abkommen, um ihre Beziehungen zu verbessern. Das Verhältnis war nach dem missglückten Putsch durch österreichische Nationalsozialisten, bei dem es am 25. Juli 1934 zu der Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß kam, stark abgekühlt.
    1948 Die letzten deutschen Kriegsgefangenen verlassen Großbritannien.