Sioux

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    auch: Dakota, Lakota;

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    Sioux-Indianer (1913)

    ursprünglich von den europäischen Einwanderern verwendete Bezeichnung für die Gruppen sprachverwandter nordamerikanischer Indianer, die in den Plains und Prärien zwischen Alberta im Norden und Arkansas im Süden leben (Dakota, Crow, Omaha, Osage, Kansas, Iowa, Oto-Missouri, Hidatsa, Ponca u.a.). Heute wird der Begriff von den Indianern auch selbst als Eigenbezeichnung verwendet.

    Vor der Übernahme des Pferdes durch die Europäer lebten die Stämme der Sioux hauptsächlich von der Landwirtschaft (Mais und Bohnen wurden hauptsächlich angebaut). Nachdem die Sioux über Pferde verfügten, spezialisierten sich einige Stämme auf die Bisonjagd. Die Sioux lebten traditionell in Großfamilien. Sie hatten strenge Jagdvorschriften. Die Religion der Sioux geht von einem allmächtigen Gott aus, der Wakan Tanka genannt wird.

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    Der Häuptling der Sioux, Sitting Bull

    Die Sioux leisteten dem Vordringen der europäischen Siedler heftigen Widerstand. Die Dakota und die mit ihnen verbündeten Cheyenne bereiteten der US-Armee ihre größte Niederlage in den Indianerkriegen. Am 25. Juni 1876 besiegten sie ein Kavallerieregiment unter General Custer. Die Häuptlinge der siegreichen Indianer waren Sitting Bull und Crazy Horse. Die Sioux mussten diesen Sieg teuer bezahlen. Nur 15 Jahre später waren sie vollständig besiegt. Am 29. Dezember 1890 verübte die US-Armee ein Massaker an mehr als 200 Sioux am Wounded Knee. Am Wounded Knee starben vor allem Frauen und Kinder. Heute leben die Sioux überwiegend in Reservaten. Arbeitslosigkeit und die Alkoholkrankheit sind große Probleme. Nur mühsam gewinnen die Sioux ihr kulturelles Selbstbewusstsein zurück. 1973 besetzte die militante Indianerbewegung AIM (American Indian Movement) den Ort des Massakers am Wounded Knee, um auf die Lage der Sioux hinzuweisen.

    KALENDERBLATT - 26. Juni

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