Seide

    Aus WISSEN-digital.de

    Datei:SEID0094.jpg
    Seidenspinner
    1. feiner, glänzender, 300 bis 900 m langer Faden, erzeugt bei der Verpuppung der Raupe des Maulbeerspinners (Seidenspinners) als Hülle (Kokon) der Puppe; zur Seidengewinnung werden solche Kokons in heißem Wasser eingeweicht (dadurch auch Abtöten der Puppe) und durch Bürsten von der lockeren Außenhaut befreit; danach Abhaspeln mehrerer Kokons gleichzeitig; zwirnen der Fäden zu einem Strang. Verarbeitung als Rohseide oder in veredelter Form. Für die Herstellung von 1 kg Rohseide sind 7 bis 9 kg getrocknete Kokons erforderlich. Man unterscheidet unter anderem Orgasin (stark gezwirnt), Schuss-Seide oder Trama-Seide (schwächer gedreht); die Abfälle werden zu Florett- oder Schappe-Seide verarbeitet; kurze Fasern werden zu Bourette-Seide verarbeitet. In China vor über 4 000 Jahren Zucht von Seidenraupen. Über die Seidenstraße gelangte die chinesische Seide nach Europa. Größte Produzenten: China, Japan, Thailand, Vietnam und neuerdings Brasilien. Chemiefasern dürfen nicht als Seide bezeichnet werden, auch nicht zusammen mit dem Namen der Chemiefaser.
    2. Teufelszwirn (Cuscuta); Schmarotzerpflanzen, die auf anderen Pflanzen haften; verursachen bedeutende Schäden; z.B. Klee-, Hopfen- und Flachsseide.

    KALENDERBLATT - 5. Dezember

    1154 Der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, Friedrich Barbarossa, verkündet seine Lehensgesetze.
    1757 In der Schlacht von Leuthen im Siebenjährigen Krieg besiegt die Armee Friedrichs des Großen die zahlenmäßig dreifach überlegenen österreichischen Truppen vollständig.
    1775 Das Sturm-und-Drang-Drama "Die Reue nach der Tat" von Heinrich Leopold Wagner wird in Hamburg uraufgeführt.



    Das große Tier-Quiz

    Etwa eine Trillion Tierarten gibt es. Sie kennen nicht alle? Macht nichts, vielleicht knacken Sie auch so den Highscore ...
    Jetzt quizzen!