Schwarzpulver

    Aus WISSEN-digital.de

    ältester Explosivstoff, relativ langsam verbrennend, mit reibender Wirkung.

    Schwarzpulver ist ein Gemisch aus circa 10 Prozent Sulfur, 15 Prozent Holzkohle und 75 Prozent Kaliumnitrat (Salpeter). Diese Stoffe werden gemahlen, gemischt und gesiebt. Schwarzpulver lässt sich bei einer Temperatur von 270 °C entzünden. Die dadurch ausgelöste Reaktion führt zur Entstehung von Gasen (unter anderem Stickstoff, Kohlendioxid und Methan) und zu einem Feststoffgemisch (aus Kaliumkarbonat, Kaliumsulfat u.a.), das sich in einer Pulverwolke ausbreitet.

    Geschichte

    Schießpulver fand in der Form von Zündmischungen schon sehr früh Verwendung bei Chinesen (Feuerwerkskörper) und Arabern und im 7. Jahrhundert als Griechisches Feuer (zubereitet von Kallinikos) bei der Verteidigung von Byzanz; erste Anleitung zur Zubereitung gab Marcus Cräcus (zwischen 8. und 12. Jahrhundert); im 13. Jahrhundert experimentierten Albertus Magnus und Roger Bacon mit Pulvermischungen. Die Erfindung des Freiburger Mönches Berthold Schwarz (daher die Bezeichnung Schwarzpulver) im 14. Jahrhundert ist historisch nicht belegt; auf die Erfindung des Schwarzpulvers folgte fast unmittelbar die militärische Nutzung in Form der ersten Geschütze am Ende des 14. Jahrhunderts, der mit nur kurzer Verzögerung zu Beginn des 15. Jh.s die Entwicklung von Gewehren folgte. Erste Pulverfabriken entstanden 1340 in Augsburg, 1344 in Spandau, 1346 in Paris und 1347 in London.

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