Nashörner

    Aus WISSEN-digital.de

    (Rhinoceridae)

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    Weißes Nashorn

    Allgemeines

    Die Familie der Nashörner gehört nach den Elefanten zu den größten lebenden Landsäugetieren. Ihr Verbreitungsgebiet sind die bewaldeten und tropischen Steppen Afrikas südlich der Sahara und in Ostafrika, außerdem Nepals, Pakistans und Indonesiens.

    Körperbau

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    Indisches Nashorn

    Nashörner können bis zu vier Meter lang werden und eine Schulterhöhe von zwei Metern erreichen. Bei dieser Größe scheint es nicht verwunderlich, dass sie bis über drei Tonnen wiegen können.

    Die Hautoberfläche einiger Nashörner bildet Segmente, so dass die Tiere aussehen, als trügen sie einen Schildpanzer. Und wirklich bietet dieser "Panzer" den schweren Tieren idealen Schutz vor der Hitze ihres Lebensraumes.

    Auffallendes Kennzeichen der Nashörner ist natürlich das Horn auf ihrer Nase, das aus hohlen Hornfasern besteht und nichts mit dem Geweih oder Gehörn zu tun hat, das man bei Paarhufern (Artiodactyla) findet. Die Hörner können mehr als einen Meter lang werden und sind im wesentlichen Imponier- und Angriffswaffen. Manchmal passiert es, dass das Nashorn sein Horn verliert; was bleibt, ist zunächst eine Wunde, die nur schwach blutet. Schon bald beginnt ein neues Horn zu wachsen.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Unpaarhufern haben Nashörner schlechte Augen. Am Vorder- und am Hinterlauf haben die Tiere jeweils drei Zehen.

    Lebensweise und Fortpflanzung

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    Nashornkopf

    Die überwiegenden Einzelgänger ernähren sich hauptsächlich von Wurzeln und Gras, wobei ihnen ihre sehr beweglichen Lippen gute Dienste leisten.

    Nashörner bringen in etwa nur alle vier Jahre ein Junges zur Welt, das nach einer Tragzeit von etwa 15 Monaten geboren wird und das beide Eltern versorgen. Erst nach mehr als zwei Jahren wird das Jungtier selbstständig.

    Gefährdung

    Jahrelang wurden Nashörner intensiv bejagt, da man die Trophäe schätzte; später erlag man dem Aberglauben, dass ein Pulver aus dem Horn besonders des Panzernashorns eine aphrodisierende Wirkung habe, was den Bestand der Tiere weiter verringerte.

    Heute ist die Jagd auf Nashörner streng verboten, da alle Nashornarten auf der Roten Liste des Washingtoner Artenschutzabkommens stehen.

    Systematik

    Einzige Familie aus der Überfamilie der Nashörner (Rhinocerotoidea), die zur Unterordnung der Nashornverwandten (Ceratomorpha) zählt.

    Arten:

    Javanashorn (Rhinoceros sondaicus)

    Panzernashorn (Rhinoceros unicornis)

    Sumatra-Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis)

    Schwarze oder Spitzmaul-Nashorn (Diceros bicornis)

    Weiße oder Breitmaul-Nashorn (Ceratotherium simum)

    Audio-Material
    Datei:Track13.mp3 Nashorn

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