Mundhygiene: So bleiben Ihre Zähne gesund

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    Schon morgens beim Frühstück müssen unsere Zähne arbeiten. Das Butterbrötchen muss zerkleinert werden, damit der Magen es verdauen kann. Mittags und abends geht es dann gleich mit der Arbeit weiter und dazwischen gibt es vielleicht sogar noch Kaffee und Kuchen. Wir muten unseren Zähnen sehr viel zu und müssen uns auch entsprechend um sie kümmern. Jeder wünscht sich auch im hohen Alter noch gesunde Zähne und so wenige Konflikte mit den Beißern wie möglich. Was Sie tun können, damit dieser Wunsch in Erfüllung geht, erfahren Sie hier.

    Zahnbürste, Zahnseide & Co.

    Regelmäßiges Zähneputzen ist die Basis der Mundhygiene. Aus Speichelbestandteilen und Nahrungsresten bilden sich Bakterien im Mund und lagern sich auf den Zähnen ab. Es kommt zu Zahnbelag, was zu Beginn auch kein Problem ist. Wenn man aber nicht bald seine Zähne putzt und dem Zahnbelag auf diese Weise den Garaus macht, kann Zahnstein entstehen. Der lässt sich selbst mit der Zahnbürste nicht mehr entfernen und es kann zu Entzündungen am Zahnfleisch kommen. Regelmäßiges und vor allem gründliches Zähneputzen ist also sehr wichtig, um der Bildung von Zahnstein vorzubeugen. Da die Zahnbürste dem Reinigen der Zähne dient, muss sie natürlich sauber sein. Um das zu garantieren, sollten Sie sie alle zwei bis drei Monate wechseln.

    Ganz gleich, wie gründlich man seine Zähne putzt: Die Zahnbürste erreicht leider nur circa 70 % der Zahnoberflächen. Zahnzwischenräume können Sie mit einfachem Putzen kaum erreichen - und das kann zu erheblichen Problemen führen. Um zu verhindern, dass sich die kleinen Spalten zwischen den Zähnen entzünden oder sich dort Karies bildet, sollten Sie Zahnseide (oder etwas Vergleichbares) verwenden. Dabei spielt oft die persönliche Präferenz eine Rolle. Manche kommen mit Zahnseide gut klar, andere benutzen lieber Zahnzwischenraumbürstchen. Hierbei schadet es nicht, sich vom Zahnarzt des Vertrauens beraten zu lassen und sicherzustellen, dass man nicht überstürzt handelt und seinen Zähnen schadet.

    Der Körper hilft mit

    Wie in so vielen anderen Fällen hat der Körper im Laufe der Evolution eigene Maßnahmen zum Schutz unserer Zähne entwickelt. Zum Beispiel enthält unser Körper Speichelstoffe, die gegen Viren und Pilze wirken und damit den Mundinnenraum schützen. Auch kann sich an Stellen, an denen der Zahn mit der Wange oder mit der Zunge Kontakt hat, weniger Zahnbelag bilden. Leider reichen diese Maßnahmen nicht aus, um allen Zahnbelag zu entfernen und uns das Zähneputzen zu ersparen - aber sie tragen mit Sicherheit ihren Teil bei.

    Ein Besuch beim Zahnarzt

    Auch wenn Sie ordentlich Zähne putzen und der Körper noch nachhilft, sollten Sie den Zahnarzt nicht allzu lange meiden. Zweimal im Jahr soll man zur Kontrolle gehen, um Schäden schon im Voraus zu erkennen und sich dadurch schmerzhafte und teure Prozeduren zu ersparen. Dazu kommt die regelmäßige professionelle Zahnreinigung (PZR) beim Zahnarzt. Bei dieser werden Zahnbeläge entfernt und die Zahnzwischenräume gesäubert - sozusagen ein Spa-Tag für Zähne und Zahnfleisch. Wer regelmäßig zur Zahnreinigung gehen will, für den lohnt sich sicher eine PZR-Flatrate.

    Der Besuch beim Zahnarzt hält aber nicht nur die Zähne gesund. Zahnärzte können Ihnen auch erklären, wie richtige Mundhygiene funktioniert und individuelle Tipps geben. Jedermanns Zähne sind unterschiedlich und im Dschungel aus verschiedenen Zahnbürsten, Zahncremes und Mundspülungen hilft es, sich hin und wieder eine professionelle Meinung einzuholen.

    Zuckerkonsum reduzieren

    Zucker wird oft als der Todfeind der Zähne beschrieben. Zucker schadet den Zähnen zwar, doch das ist kein Grund, vollständig auf Süßigkeiten zu verzichten. Der Zucker sorgt dafür, dass sich Bakterien im Mund schneller vermehren. Eben diese Bakterien bilden dann aus dem Zucker Säuren, welche die Zähne angreifen. Es stimmt also durchaus, dass die Zähne von geringem Zuckerkonsum profitieren. Wer aber gerne mal etwas nascht, der muss sich das nicht gleich verbieten.

    Zucker schadet den Zähnen vor allem, wenn sie ihm über lange Zeit ausgesetzt sind. Es ist vor allem wichtig, darauf zu achten, dass man nicht über den Tag verteilt immer wieder Süßes isst, denn das hinterlässt dann wirklich Schäden. Ein gutes Beispiel sind süße Getränke. Sie können durchaus mal ein Glas Cola trinken, sollten aber nicht den ganzen Tag über Wasser durch Cola ersetzen.

    Kalenderblatt - 22. Februar

    1873 In Deutschland wird das Münzgesetz eingeführt, das als einzige Währung die Mark gelten lässt.
    1943 In München werden die Mitglieder der Weißen Rose, die Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst, verhaftet und vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt.
    1965 Dem Italiener Walter Bonatti gelingt die Besteigung des Matterhorns über die Nordflanke, die "Direttissima".