Londoner Konferenzen

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    Protokolle und Verträge, unter anderem:

    1830 - Londoner Protokoll der Schutzmächte (Russland, Großbritannien, Frankreich) über Griechenland, das zu einem unabhängigen Königreich unter dem bayerischen Prinzen Otto erklärt wurde.

    1830 - Londoner Protokoll der Großmächte über Belgien, dessen Unabhängigkeit und Neutralität garantiert wurden.

    1852 - Londoner Protokoll, in dem die Thronfolge für die dänische Gesamtmonarchie dem Hause Glücksburg zugesprochen wurde (Schleswig-Holstein-Frage).

    1867 - Londoner Vertrag über Luxemburg, das für neutral erklärt wurde.

    1871 - Londoner Konferenz zur Revision des Pariser Friedens (1856): Die russische Flotte erhielt wieder Zugang zum Schwarzen Meer.

    1909 - Londoner Seerechtsdeklaration der großen Seemächte, regelte Fragen der Blockade, Konterbande, Zerstörung neutraler Prisen; bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges noch nicht ratifiziert.

    1912/13 - Londoner Konferenz zur Beilegung des Balkankonfliktes, ohne Erfolg.

    1914 - Londoner Vertrag zwischen Großbritannien, Frankreich und Russland, die sich verpflichteten, keinen Separatfrieden zu schließen; später Beitritt Italiens, Japans, der USA u.a.

    1915 - Londoner Vertrag zwischen den Alliierten und Italien: Eintritt Italiens in den Krieg, Anerkennung der italienischen Ansprüche an Österreich.

    1921 - Londoner Konferenz über die Reparationsregelung: Deutschland lehnte die alliierten Forderungen (226 Milliarden Goldmark) ab, wurde aber zur Annahme des Londoner Ultimatums (132 Milliarden) gezwungen.

    1924 - Londoner Abkommen in der Reparationsfrage; Annahme des Dawesplans.

    1926 - Londoner Empirekonferenz, der die Südafrikanische Union fernblieb.

    1930 - Londoner Flottenkonferenz, Fünfmächtevertrag zwischen Großbritannien, USA, Frankreich, Italien, Japan: Aussetzen des Schlachtschiffbaus, Beschränkungen für U-Boote; Dreimächtevertrag zwischen Großbritannien, USA und Japan: Festsetzung der Tonnageziffern; 1934 von Japan gekündigt.

    1930/1 - Londoner Round-Table-Konferenz über Indien, Teilnahme Gandhis, kurz vor Erfolg gescheitert: Beginn eines neuen Feldzugs des Ungehorsams in Indien.

    1936 - Londoner Flottenkonferenz, Japans Forderungen nach gleicher Flottenstärke abgelehnt, Beginn des Wettrüstens zur See.

    1948 - Londoner Konferenz der Alliierten über die Deutschland-Frage, Bruch zwischen den USA und der UdSSR.

    1949 - Londoner Zehnmächtepakt; Statut des Europarats.

    1953 - Londoner Schuldenabkommen; völkerrechtliche Regelung der Anerkennung und Tilgung der deutschen Auslandsschulden seit dem 1. Weltkrieg durch die Bundesrepublik Deutschland.

    1954 - Londoner Neunmächtekonferenz; Ende des Besatzungsregimes in der Bundesrepublik Deutschland, die dem Brüsseler Pakt beitrat.

    KALENDERBLATT - 18. Juli

    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).



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