Karl Carstens

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    deutscher Politiker; * 14. Dezember 1914 in Bremen, † 30. Mai 1992 in Meckenheim

    seinen politischen Standort hat der gebürtige Bremer Karl Carstens stets als liberal, nicht als konservativ beschrieben. 1949, im Geburtsjahr der Bundesrepublik Deutschland, wurde der promovierte Jurist zum Rechtsberater des Bremer Senats unter Wilhelm Kaisen bestellt. 1955 trat Carstens, inzwischen schon Professor, der CDU bei, ging nach Bonn und rückte 1960 zum Staatssekretär im Auswärtigen Amt auf. Nach guten Diensten im Verteidigungsministerium und Bundeskanzleramt übernahm Carstens 1973 die Oppositionsführung im Bundestag, 1976 wurde Karl Carstens Bundestagspräsident. Von 1979 bis 1984 war Carstens Bundespräsident. Er führte das höchste Staatsamt zurückhaltend, fast unauffällig. Seine Wanderung durch die deutschen Lande, in Etappen von Sylt bis zur Zugspitze, symbolisierte das Bemühen, die Distanz zwischen Staat und Bürger zu verringern.

    Kalenderblatt - 9. Mai

    1976 Die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof wird in ihrer Zelle in Stuttgart-Stammheim tot aufgefunden. Meinhof beging während des Prozesses gegen sie und andere Mitglieder der Gruppe Selbstmord. Andreas Baader, der wie sie an der Gründung der Baader-Meinhof-Gruppe mitwirkte, nimmt sich im Oktober 1977 im selben Gefängnis das Leben.
    1993 In Paraguay geht bei den ersten demokratischen Wahlen seit der Gründung des Staats die Colorado-Partei als Sieger hervor. Juan Carlos Wasmosy Monti wird neuer Staats- und Regierungschef.
    1994 Nelson Mandela, seit 1991 Vorsitzender des ANC, wird zum ersten schwarzen Staatsoberhaupt und Regierungschef Südafrikas gewählt. Die Amtszeit des Friedensnobelpreisträgers dauert bis 1999 an.