Gold

    Aus WISSEN-digital.de

    lateinisch: Aurum (internationaler Name);

    chemisches Element (Zeichen Au). Ordnungszahl 79, Atomgewicht 196,967; gelb glänzendes, schweres Edelmetall, leicht verformbar, Schmelzpunkt bei 1 063 °C.


    Gold kommt hauptsächlich gediegen vor als Flussablagerung oder Gesteinseinschluss. Große Vorkommen finden sich v.a. in Australien, Südafrika, den USA, und Russland. Gold lässt sich durch Auswaschung bei Vorkommen als Flussablagerungen, durch Gesteinsprengung in Brechwerken bei Vorkommen als Gesteinseinschluss bzw. durch Cyanidlaugung bei Recycling von verarbeitetem Gold gewinnen, beispielsweise auch aus den Leiterplatten von Computern.

    Gold wird nur von Königswasser, freiem Chlor, Brom und Cyankalium chemisch und in Quecksilber physikalisch gelöst; wegen seiner Weichheit wird es durch Zusammenschmelzen (Legieren) mit Kupfer und Silber (und geringen anderen Zusätzen je nach Zweck der Legierung) gehärtet; der Gehalt der Legierung an Gold wird als Feingehalt angegeben. Gold ist das weichste aller Metalle und lässt sich für Blattgold bis auf 1/8 000 mm Stärke dünn auswalzen; in Rubingläsern enthaltenes fein verteiltes Gold sieht rubinrot aus.

    Gold wird vom Staat in Form von Barren als Devisensicherung und Währungsmetall verwendet, in der Schmuckindustrie und als Zahnersatz ist Gold ebenfalls von großer Bedeutung.

    Geschichte

    Seit rund 5 000 v.Chr. gehört Gold zu den vom Menschen besonders geschätzten Metallen, meist wurde es zu Schmuck oder Kunstgegenständen verarbeitet, früh auch schon als Zahlungsmittel verwendet. In Ägypten wurde Gold anfangs aus dem Blauen Nil in Nubien gewonnen, um 2000 v.Chr. auch aus dem Bergbau in Unternubien. Königsgräber von Theben beinhalten Darstellungen vom Waschen und Schmelzen bei der Goldgewinnung. Auch Germanen und Slawen besaßen Goldschmuck.

    Zu den Griechen kam das Edelmetall über die Phöniker; die Römer betrieben in Spanien Goldbergbau.

    Im Mittelalter kamen die meisten Goldlieferungen aus den Sudeten-, Karpaten- und Alpenländern sowie aus den Pyrenäen. Eine große Faszination übte die Suche nach dem sagenhaften Stein der Weisen zur künstlichen Goldherstellung aus (Alchemie).

    Die Suche nach Gold war das treibende Motiv der großen Entdeckungsreisen der Neuzeit. Seit dem 16. Jahrhundert brachten die Spanier große Mengen Gold aus Mexiko und Peru, wo schon im 9. Jahrhundert v.Chr. Gold verarbeitet wurde, nach Europa. Im 17./18. Jahrhundert wurden die Bergwerke in Brasilien und Kolumbien ausgebeutet und bestritten den bedeutendsten Teil der Weltproduktion.

    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde am meisten Gold in Russland gefördert, Mitte des 19. Jahrhunderts griff das Goldfieber auf Amerika über (Alaska, Kalifornien). Auch in Australien und in Afrika, wo schon im Mittelalter Gold abgebaut wurde, begannen die Grabungen; Südafrika wurde zu einem der führenden Goldländer. Heute wird innerhalb von zwei Jahren mehr Gold abgebaut als im ganzen Mittelalter.


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