Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker

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    deutscher Philosoph und Physiker; * 28. Juni 1912 in Kiel, † 28. April 2007 in Starnberg

    Sohn von Ernst von Weizsäcker und Bruder von Richard von Weizsäcker. Arbeiten zur Astro- und Kernphysik; Arbeiten zur Naturphilosophie und Friedensforschung.

    Für ein Vierteljahrhundert (1933-1957) wirkte Weizsäcker als theoretischer Physiker in Leipzig, Berlin und Göttingen und arbeitete im engeren Kreis der Atomphysiker, von denen ihm Heisenberg und Bohr am nächsten standen, an der Quantentheorie mit, die er sowohl naturwissenschaftlich mitgestalten als auch philosophisch verstehen und verständlich machen wollte, so wie Kant die klassische Physik Newtons in die Erkenntnistheorie übersetzte.

    Wenn der Naturwissenschaftler Weizsäcker in den Gesetzen der Physik eine verborgene metaphysische Ordnung wiederzuentdecken hoffte, versuchte der Geisteswissenschaftler Weizsäcker Wurzeln und Strukturen exakter Naturwissenschaft in den Denkmustern der Philosophie zu entdecken, die er von 1957 bis 1969 an der Universität Hamburg als Ordentlicher Professor lehrte - die Eckpfeiler dieser beiderseitigen Annäherung waren ihm Kant und Platon.

    Der vermittelnde und schöpferische Beitrag Weizsäckers zu beiden Fakultäten ist unschätzbar und klar in der Sprache. Carl Friedrich von Weizsäcker erhielt 1958 den Frankfurter Goethepreis und die Max-Planck-Medaille, 1961 wurde er in den Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste aufgenommen, 1963 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

    In den 1990er Jahren arbeitete Weizsäcker vor allem an seinem philosophischen Hauptwerk "Zeit und Wissen" (1992).

    Werke: "Die Geschichte der Natur" (1948), "Der Garten des Menschlichen. Beiträge zur geschichtlichen Anthropologie" (1977), "Der bedrohte Friede. Politische Aufsätze 1945-1981" (1981), "Der bedrohte Friede - heute" (1994) u.a.

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