Boris Leonidowitsch Pasternak

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    Boris Leonidowitsch Pasternak

    russischer Lyriker und Erzähler; * 10. Februar 1890 in Moskau, † 30. Mai 1960 in Peredelkino bei Moskau

    Der Sohn eines mit Tolstoi befreundeten Malers und einer Musikerin genoss eine musikalische Ausbildung, begann an der Moskauer Universität Jura zu studieren und ging, nachdem er die Rechtswissenschaften zugunsten der Philosophie aufgegeben hatte, nach Marburg, um dort den Neukantianer Cohen zu hören.

    Bekannt wurde er vor allem durch seinen im Revolutionsjahr 1917 entstandenen und 1922 erschienenen Lyrikband "Meine Schwester, das Leben" sowie seine nächste Veröffentlichung "Thema und Variationen", der eine Reihe von Prosaarbeiten, darunter ein autobiografisches Werk ("Ochrannaja grammota",1931; deutsch "Geleitbrief", 1958) folgten. Auch fertigte er Übersetzungen bedeutender dramatischer und lyrischer Werke der Weltliteratur an. Er übertrug unter anderem Goethes "Faust", Kleists "Prinz von Homburg", Shakespeares Tragödien und Sonette sowie Lyrik von Verlaine, Keats und Rilke ins Russische. Der deutschen Ausgabe seines in Russland unveröffentlicht gebliebenen großen Romans "Doktor Schiwago" (1958) war eine italienische vorausgegangen.

    1958 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Pasternak nahm den ihm zuerkannten Nobelpreis zunächst an, wies ihn dann aber, vom sowjetischen Schriftstellerverband durch Ausschluss gemaßregelt, zurück.

    Zitat
    B. Pasternak: Literatur ist die Kunst, Außergewöhnliches an gewöhnlichen Menschen zu entdecken und darüber mit gewöhnlichen Worten Außergewöhnliches zu sagen.

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