Anthroposophie

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    von Rudolf Steiner begründete Lehre, die die geistigen Kräfte des Menschen fördern und ihm eine Erkenntnisfähigkeit zum Übersinnlichen ermöglichen will. Steiner gründete 1923 in Dornach bei Basel die "Anthroposophische Gesellschaft", die ihren Sitz im dortigen Goetheanum hat. Die Anthroposophie beruft sich in starkem Maß auf Goethe und ist darüber hinaus von christlichen, indischen, gnostischen und kabbalistischen Ideen beeinflusst.

    Indem sich die Anthroposophie bemüht, in der menschlichen Entwicklung alle Bereiche der Persönlichkeit zu fördern und so eine Art Ganzheitlichkeit zu erreichen, hatte sie besondere Auswirkungen auf die Pädagogik; vor allem in den freien Waldorfschulen. Sie beschäftigt sich gleichfalls mit Heilpädogogik, Medizin (anthroposophische Medizin) und Kunst (Eurythmie) und erstrebt ein christliches Leben in Einklang mit der Natur (z.B. biologisch-dynamische Wirtschaftsweise in der Landwirtschaft).

    Heute hat die anthroposophische Bewegung Mitglieder in über 40 Ländern. Die einzelnen Landesgesellschaften und deren autonome Arbeitszentren sind in der "Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft" zusammengeschlossen, die im Goetheaneum in Dornach eine Freie Hochschule für Geisteswissenschaft mit einer Allgemeinen Anthroposophischen Sektion unterhält.


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